Wien (OTS) – Anlässlich der heute endenden Begutachtungsfrist für das
neue
Klimagesetz wird der Unmut immer größer. Denn dieses soll die
nationale Klimapolitik auf Klimaneutralität bis 2040 ausrichten –
zehn Jahre vor dem gemeinsam beschlossenen EU-Ziel 2050. „Gerade der
Handel mit seinen teils globalen Lieferketten spürt die Auswirkungen
des Klimawandels deutlich. Wir unterstützen daher natürlich den
Klimaschutz“, betont Rainer Trefelik, Obmann der Bundessparte Handel
in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Zugleich warnt er aber vor
einem nationalen Alleingang: „Ein solcher Alleingang bringt keinen
zusätzlichen Klimanutzen, sondern verschiebt die betroffene
Wertschöpfung ins Ausland und kann die Lage eher noch verschlimmern.“
Strengere nationale Vorgaben führen nicht zwangsläufig zu einer
Verringerung der globalen Emissionen. Werden Produktion und
Wertschöpfung in Länder mit niedrigeren Umweltstandards verlagert,
könnte sich die weltweite Klimabilanz sogar verschlechtern.
„In Österreich fehlt es an wesentlichen Rahmenbedingungen wie
wettbewerbsfähigen Energiepreise, adäquaten Fördermitteln und der
notwendigen Infrastruktur. Statt einem Freifahrtschein für
überhastete Sofortmaßnahmen braucht es eine strategische Ausrichtung
am europäischen Klimaneutralitätsziel 2050 – ohne Gold Plating durch
Österreich“, so Trefelik abschließend. (PWK582/DFS)