Wien (OTS) – Heute hat die Arbeiterkammer neue Zahlen veröffentlicht,
die die
Preisunterschiede von Drogeriewaren zwischen Österreich und
Deutschland zeigen. In Österreich sind die gleichen Produkte demnach
um durchschnittlich 22 Prozent teurer. Manche Produkte kosten sogar
mehr als das Doppelte. „Der Österreich-Aufschlag gehört endlich
abgeschafft. Die EU-Kommission muss endlich in die Gänge kommen und
dieser unfairen Praxis der Konzerne einen Riegel vorschieben!“, so
SPÖ-Klubvize Julia Herr heute, Donnerstag. ****
Die österreichische Bundesregierung macht gemeinsam mit weiteren
Staaten seit Monaten Druck, damit die EU-Kommission Maßnahmen
ergreift. Aktuell werden verschiedene Möglichkeiten geprüft. Das
dauere viel zu lange, findet Herr. „Dass sich internationale
Handelskonzerne auf Kosten Österreichs bereichern, muss endlich ein
Ende haben. Österreich muss in Brüssel hart bleiben und Druck machen.
Die Kommission muss so schnell wie möglich Ergebnisse liefern, wir
können und wollen nicht mehr länger warten!“, so die Abgeordnete.
Der Österreich-Aufschlag erklärt: Internationale Konzerne bieten
ihre Produkte in Österreich teurer an als in anderen EU-Staaten. Das
liegt vor allem an „territorialen Lieferbeschränkungen“. Vereinfacht
gesagt zwingen internationale Konzerne österreichische Händler, nur
bei ihren Österreich-Ablegern einzukaufen – und die bieten ihre
Produkte eben teurer an als in anderen Ländern. Das widerspricht den
Regeln des Europäischen Binnenmarktes. (Schluss) mf/mb