Bogotá/Cartagena/Brüssel (OTS) – Der österreichische
Europaabgeordnete Lukas Mandl kehrt heute,
Donnerstag, von einem parlamentarischen Arbeitsbesuch in Kolumbien
nach Europa zurück. Es handelte sich um eine Delegationsreise des
Innenausschusses des Europaparlaments zum Thema der Bekämpfung des
Drogenschmuggels. Mandl war der einzige Österreicher.
„Der Konsum von Kokain und anderen illegalen Substanzen steigt in
Europa massiv an, auch bei uns in Österreich“, hält Mandl fest, und
betont: „Diese schockierende Entwicklung zwingt uns zum Handeln.
Drogenmissbrauch schadet der psychischen und der körperlichen
Gesundheit. Er ruiniert viele Leben, direkt und indirekt.“
Die neun Parlamentarierinnen und Parlamentarier aus sieben
Mitgliedsstaaten der Europäischen Union und sechs Fraktionen des
Europäischen Parlaments besuchten die Hauptstadt Bogotá und die
Hafenstadt Cartagena. Aus der neuen kolumbianischen Regierung traf
die Delegation die Minister für Äußeres, Verteidigung und Justiz.
Auch Vertreterinnen und Vertreter von Kirche und
Zivilgesellschaft sowie von UN-Organisationen wie des UNDP und des
mit seinem Hauptquartier in Wien ansässigen UNODC standen auf dem
Programm der Europaabgeordneten, die am Flughafen Bogotá und am Hafen
Cartegena sich ein Bild von der Praxis der Kriminalitätsbekämpfung
machten.
„Aus meiner Sicht stets der Höhepunkt ist das Zusammentreffen mit
den Kolleginnen und Kollegen aus dem Parlament. Im Gespräch mit den
Abgeordneten des kolumbianischen Parlaments sowohl auf Regierungs-
als auch auf Oppositionsseite konnten wir die Breite der Themenfelder
und Aufgabestellungen erörtern“, so Mandl.
„Ein großer Teil der bei uns konsumierten illegalen Drogen hat
seinen Ursprung in Kolumbien, besonders Kokain. In erster Linie sind
es die Menschen Kolumbiens, die unter der organisierten Kriminalität
leiden. Abertausende Tote bei der Polizei, aber auch in vielen
anderen Bereichen, kostet der Kampf gegen die Drogenmafia“, erinnert
Mandl.
„Die neue Regierung schlägt eine andere Gangart ein, um der
organisierten Kriminalität Herr zu werden. Aber alle politischen
Kräfte sowie die Einsatzkräfte bei Polizei, Armee und anderen
Behörden, mit denen wir gesprochen haben, betonen die Bedeutung der
Zusammenarbeit mit Europa und streben nach noch mehr davon“,
berichtet Mandl.
Mandl ist überzeugt: „Diese Zusammenarbeit müssen auch wir
pflegen und stärken. Das ist in unserem Interesse. Die exzellenten
Kräfte von Europol und Eurojust, wenn es um Strafverfolgung geht,
leisten hier sehr viel. Was zu den zentralen Lehren des aktuellen
Arbeitsbesuchs gehört, ist die entscheidende Rolle der Spuren des
Geldes: Wenn es gelingt, Licht in dunkle Geldflüsse zu bringen,
Geldwäsche effektiv zu bekämpfen, wenn die organisierte
Drogenkriminalität also nicht mehr profitabel ist, dann bekämpft man
das Übel an der Wurzel. Das müssen wir anstreben und dafür braucht es
neben den Sicherheitsbehörden zahlreiche andere Kräfte.“
„Sowohl in den Methoden des Drogenschmuggels als auch in der
Nutzung der Digitalisierung hat das Verbrechen sich weiterentwickelt.
Die Verbrechensbekämpfung – auch bei den monetären und den
gesellschaftlichen Ursachen – braucht die Mittel und Ressourcen, um
dem Verbrechen den Garaus zu machen“, so Mandl abschließend. (Schluss
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