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Götze/Grüne: Halbherzige Preisbremse beim KlimaTicket – es braucht eine echte Öffi-Preisbremse

Wien (OTS) – „Vor zwei Wochen wollte Minister Hanke das KlimaTicket
noch kräftig
verteuern, jetzt zieht die Regierung nach massivem Druck unsererseits
zumindest etwas die Bremse. Aber eine echte Öffi-Preisbremse schaut
anders aus: Wer klimafreundliche Mobilität fördern will, darf Öffi-
Fahren nicht ständig teurer machen. Unser Antrag dazu liegt im
Nationalrat“, sagt Elisabeth Götze, Verkehrssprecherin der Grünen.

„Auch mit der heutigen Ankündigung wird das KlimaTicket 2027
wieder teurer und kostet dann rund 1.430 Euro. Das ist fast ein
Drittel mehr als bei seiner Einführung. Während bei hohen
Spritpreisen rasch Entlastungen diskutiert werden, werden Öffi-
Nutzer:innen immer wieder zur Kasse gebeten. Wir brauchen endlich
eine echte Öffi-Preisbremse statt halbherziger Einzelmaßnahmen“,
meint Götze.

Besonders dringend sei ein Preisstopp bei den regionalen
KlimaTickets und Jahreskarten. „Salzburg zeigt, dass leistbare Öffis
möglich sind. In Wien hingegen ist die Jahreskarte auf 467 Euro
gestiegen und in Oberösterreich kostet das KlimaTicket inzwischen
sogar 703 Euro, . Es kann nicht sein, dass Menschen, die
klimafreundlich unterwegs sind, dafür immer tiefer in die Tasche
greifen müssen.“

Die Grünen fordern daher einen Preisstopp 2027 für alle
regionalen KlimaTickets und Jahreskarten sowie mittelfristig eine
echte Öffi-Preisbremse mit gedeckelten Ticketpreisen und Freifahrt
für Menschen mit kleinem Einkommen. „Die Regierung muss dafür sorgen,
dass Öffi-Fahren die leistbare Alternative bleibt. Klimaschutz darf
keine Frage des Kontostands sein. Die heutige Ankündigung ist ein
erster Schritt – jetzt braucht es endlich eine umfassende Öffi-
Preisbremse“, hält Götze fest.

Späte Einsicht zeigt die Regierung beim eigenen Beitrag zur
Inflationsspirale. „Im vergangenen Jahr hat die Regierung die
Gebühren für das Ausstellen von Dokumenten, wie beispielsweise
Reisepass, Personalausweis und Führerschein, um rund 50 Prozent
erhöht und damit die Inflation selbst kräftig angekurbelt. Im
internationalen Vergleich sind wir damit eines der teuersten EU-
Ländern. Die Tarife heuer nicht anzupassen, ist da gerade ein Tropfen
auf den heißen Stein“, meint Götze.