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Grüne Wien/Pühringer, Arsenovic zur Ardo-Schließung: Höchste Zeit für Runden Tisch und Genossenschaft zur Rettung der Tiefkühlproduktion

Wien (OTS) – Die geplante Schließung des Tiefkühlgemüsewerks von Ardo
in Groß-
Enzersdorf ist ein schwerer Schlag für die heimische
Lebensmittelproduktion. Rund 500 Gemüsebaubetriebe, 190 Beschäftigte
und 50 saisonale Leiharbeitskräfte sind betroffen. „Die drohende Ardo
-Schließung geht uns alle an. Einerseits sind hunderte Arbeitsplätze
gefährdet, andererseits geht es um zentrale Fragen der
Ernährungssicherheit sowie der kritischen Infrastruktur. Wir dürfen
nicht zulassen, dass die Bundesregierung das einfach so hinnimmt. Das
Mindeste ist, dass alle Verantwortlichen schnellstmöglich an einen
Tisch kommen und an einer gemeinsamen Lösung arbeiten. Unser
Vorschlag ist, die Gründung einer Genossenschaft zur Fortführung des
Standorts zu prüfen“, so Judith Pühringer, Parteivorsitzende, und
Hans Arsenovic, Wirtschaftssprecher der Wiener Grünen – und weiter:
„Die Schließung ist eine Katastrophe für die Beschäftigten, die
Bauernfamilien und unsere Lebensmittelversorgung. Österreich kann
doch nicht ernsthaft zuschauen, wie ein internationaler Konzern die
Produktion aus unserer Heimat abzieht und wir am Ende die Rechnung
bezahlen.“ Wie sehr die Schließung der Fabrik die Menschen bewegt,
zeigt auch die unabhängige Petition „Rettet das Tiefkühlgemüse aus
dem Marchfeld!“ , die schon bei rund 100.000 Unterschriften steht.

Genossenschaft als Chance für die Rettung des Werks

Die Grünen schlagen die Übernahme und Weiterführung des Standorts
durch eine Genossenschaft der Gemüsebaubetriebe vor. Die rund 500
betroffenen Betriebe könnten sich zusammenschließen, um die
Verarbeitung ihres Gemüses künftig selbst zu organisieren. Bestehende
genossenschaftliche Strukturen, etwa im Raiffeisensektor, könnten
dabei als mögliche Partner dienen. „Die Bäuerinnen und Bauern
brauchen verlässliche Abnehmer:innen, die Beschäftigten brauchen eine
Zukunft und Österreich braucht seine Lebensmittelproduktion. ÖVP, SPÖ
und Neos müssen schleunigst alle Möglichkeiten prüfen, damit das
Tiefkühlgemüse aus dem Marchfeld noch gerettet werden kann, statt von
vornherein gleich aufzugeben. Es steht viel zu viel auf dem Spiel“,
so die Grünen – und abschließend: „Wir müssen alles versuchen, um
diese Produktion in Österreich zu halten. Das Marchfeld ist unser
Gemüsegarten. Wir dürfen nicht zulassen, dass wir bei unseren
Lebensmitteln immer abhängiger vom Ausland werden.“