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AKNÖ-Wieser: Startschuss für neue Initiative: Gesundheit, ein Leben lang – von Anfang an

St. Pölten (OTS) – „Gesundheit von Anfang an – ein Leben lang. –
Unter diesem Credo
werden Arbeiterkammer Niederösterreich und der ÖGB Niederösterreich
das Thema Gesundheitsförderung und Prävention entlang des
Lebenslaufes – von der Familie über Kindergarten und Schule bis in
den Betrieb – mit einer neuen Initiative zum Schwerpunkt machen.

„Das Motto wurde bewusst gewählt, denn es beschreibt genau das,
worum es der Arbeiterkammer Niederösterreich und dem ÖGB
Niederösterreich in dieser Initiative geht. Das Dialogforum heute
bildet den Startschuss zu einer neuen und besonderen Initiative der
Arbeiterkammer Niederösterreich“, so AK Niederösterreich Präsident
und ÖGB Niederösterreich Vorsitzender Markus Wieser am Montag in St.
Pölten.

Ein Kind, das heute geboren wird, wird, wenn alles seinen normalen
Verlauf nimmt, neunzig Jahre alt. Es wird einen Kindergarten
besuchen, eine Schule, eine Lehre oder ein Studium, und danach
jahrzehntelang arbeiten und anschließend in den wohlverdienten
Ruhestand treten.

Deshalb brauchen wir eine lückenlose, altersbegleitende
Gesundheitsvorsorge – von der Schwangerschaft bis ins junge
Erwachsenenalter, so Wieser.

Familie, Kindergarten, Schule und Betrieb: Jede einzelne dieser
vier Stationen beeinflusst die Gesundheit. Und an jeder einzelnen
Station könnten wir als Gesellschaft die Gesundheit unterstützen und
fördern, wenn wir es nur konsequent täten.

Denn Gesundheitsversorgung ist nicht als Reparaturbetrieb zu
denken, sondern als etwas, das von der Schwangerschaft über die
Jugend, das Erwerbsleben bis hin zur Pension durchgehend begleitet,
gefördert und geschützt werden muss.

Die Expertise liegt längst auf dem Tisch. Wir müssen sie nicht
neu erfinden, wir müssen sie umsetzen, so Wieser: Es fehlt an
Koordination. Kinder- und Jugendgesundheit, aber auch Arbeitsmedizin,
sind Querschnittsmaterien. Wir brauchen ein echtes Zusammenwirken von
Ministerien, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherungsträgern statt
Parallelstrukturen und Zuständigkeits-Wirrwarr.

Und es fehlen Daten. Was nicht gemessen wird, kann auch nicht
gesteuert werden – das gilt für Stoffwechselerkankungen unserer
Kinder genauso wie für die psychischen Belastungen in der
Arbeitswelt.

Es fehlt auch an verbindlicher, dauerhafter Prävention statt
befristeter Projekte. Gesundheitsförderung darf kein Lippenbekenntnis
sein.

Und vielleicht das Wichtigste: Es fehlt an Multiprofessionalität.
Ärztinnen und Ärzte allein können die Aufgabe nicht stemmen – wir
brauchen Psychologinnen, Sozialarbeiter, Pflegekräfte,
Ergotherapeutinnen, School-Nurses, Arbeits- und
Organisationspsychologen, die gemeinsam dort arbeiten, wo Menschen
tatsächlich sind: im Kindergarten, in der Schule und im Betrieb.

Deshalb, meine sehr geehrten Damen und Herren, ist klar: Die
Arbeiterkammer Niederösterreich und der ÖGB Niederösterreich wird das
Thema Gesundheitsförderung und Prävention entlang des Lebenslaufes –
von der Familie über Kindergarten und Schule bis in den Betrieb – in
Form einer Initiative umsetzen.

Wir laden alle ein – Sozialversicherung, Länder und Gemeinden,
Ärztekammer, Wissenschaft und Sozialpartner –, diesen Weg mit uns
gemeinsam zu gehen. Denn keine Institution kann die Familie, den
Kindergarten, die Schule und den Betrieb alleine zu Orten der
Gesundheit machen. Aber gemeinsam können wir es schon, so Wieser
abschließend.

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