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Pro Bauen & Sanieren: Sanierungsoffensive 2027 ist wichtiger Impuls für Wirtschaft und Wachstum

Wien (OTS) – Pro Bauen & Sanieren begrüßt die Sanierungsoffensive,
die heute von
Bundesminister Norbert Totschnig und Bundesminister Wolfgang
Hattmannsdorfer bei einem Pressegespräch präsentiert wurde. Mit 500
Millionen Euro setzt die Bundesregierung einen wichtigen Impuls für
Investitionen, Beschäftigung und Wachstum. Besonders erfreulich ist
der deutliche Schwerpunkt auf der thermischen Sanierung mit 321
Millionen Euro. Damit setzt die Bundesregierung auch bei der von Pro
Bauen & Sanieren seit Langem geforderten Stärkung der thermischen
Sanierung einen wichtigen Schritt und leistet zugleich einen
wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung des Gebäudebestands und zum
Ziel der Klimaneutralität bis 2040.

„Die Bundesregierung setzt zur richtigen Zeit ein starkes Signal
für die heimische Wirtschaft. Bundeskanzler Christian Stocker und die
zuständigen Minister verdienen Anerkennung für diesen wichtigen
Schritt. Gerade jetzt brauchen unsere Betriebe Investitionen,
Zuversicht und eine stabile Auftragslage“, betont Georg Bursik,
Vorstandsvorsitzender des Forschungsverbands der österreichischen
Baustoffindustrie (FBI).

Zwtl.: Bauinvestitionen stärken die gesamte Volkswirtschaft

Die aktuellen Konjunkturprognosen von WIFO und IHS unterstreichen
die Bedeutung zusätzlicher Wachstumsimpulse. Wie die aktuelle iföw-
Studie im Auftrag von Pro Bauen & Sanieren zeigt, steht die
Bauwirtschaft für 52,1 Milliarden Euro direkte und insgesamt 84,8
Milliarden Euro gesamtwirtschaftliche Wertschöpfung. Mit ihr sind
knapp 1,1 Millionen Arbeitsplätze sowie 27,3 Milliarden Euro an
Steuern und Abgaben verbunden. Jeder Euro direkter Wertschöpfung löst
weitere 63 Cent in anderen Wirtschaftsbereichen aus.

„Sanierungsinvestitionen wirken weit über die Baustelle hinaus –
von der Baustoffindustrie über den Handel und das Handwerk bis zu
zahlreichen Dienstleistungen. Gerade in der derzeitigen
Konjunkturlage können diese wirtschaftlichen Verflechtungen wichtige
Wachstumsimpulse in den Regionen Österreichs auslösen“, erklärt Ewald
Kronheim, Präsident des Verbands der Baustoffhändler Österreich (VBÖ)
.

Zwtl.: Immobilienwirtschaft und Wohnrechtsreform entscheidend

Die iföw-Studie verdeutlicht auch das langfristige Potenzial:
Eine Erhöhung der Sanierungsrate von 1,5 auf 3 Prozent bis 2040 wäre
laut Modellszenario mit 190,9 Milliarden Euro Investitionen, 124,3
Milliarden Euro Wertschöpfung und 59,7 Milliarden Euro fiskalischen
Effekten verbunden.

„Die Immobilienwirtschaft ist ein zentraler Partner bei der
Modernisierung des Gebäudebestands. Damit aus Förderzusagen
tatsächlich Sanierungen werden, brauchen Eigentümer und
Immobilienverwaltungen verlässliche Rahmenbedingungen,
Finanzierungsmöglichkeiten und Rechtssicherheit – insbesondere im
mehrgeschoßigen Wohnbau“, erklärt Nicole Fürntrath, Obfrau der
Fachgruppe Wien der Immobilien- und Vermögenstreuhänder.

Pro Bauen & Sanieren appelliert daher an die Bundesregierung, die
laufenden Wohnrechtsverhandlungen zügig abzuschließen und die im
Regierungsprogramm sowie in Ministerratsbeschlüssen vorgesehenen
Maßnahmen für Bauen und Sanieren rasch umzusetzen.

„Förderungen sind ein wichtiger Anreiz, aber wir müssen auch die
rechtlichen Voraussetzungen schaffen, damit Investitionen tatsächlich
stattfinden können. Leistbares Wohnen und wirtschaftlich tragfähige
Sanierungen sind keine Gegensätze. Jetzt braucht es einen fairen
Interessenausgleich zwischen Mietern und Vermietern und
praxistaugliche Lösungen statt ideologischer Auseinandersetzungen“,
betont Roman Oberndorfer, Obmann des Fachverbands der Immobilien- und
Vermögenstreuhänder.

Pro Bauen & Sanieren sieht in der Sanierungsoffensive einen
wichtigen Auftakt, dem weitere Reformen folgen sollten. Öffentliche
Fördermittel allein werden nicht ausreichen, um den erheblichen
Sanierungsbedarf zu bewältigen. Ziel muss es daher sein, den
positiven Investitionsimpuls zu nutzen, durch geeignete rechtliche
und wirtschaftliche Rahmenbedingungen zusätzlich privates Kapital zu
mobilisieren, den Zugang zu Fremdfinanzierungen wieder zu erleichtern
und damit die Modernisierung des Gebäudebestands voranzutreiben – für
leistbares Wohnen, Klimaschutz und einen starken Wirtschaftsstandort.

Studie und weitere Informationen: www.probauensanieren.at/studie