Wien (OTS) – Das ÖGB Chancen Nutzen Büro begrüßt die Ausführungen des
Rechnungshofs und sieht darin einen klaren Auftrag für rasche
Reformen. „Der Bericht zeigt deutlich, dass die Beschäftigungspflicht
und der Ausgleichstaxfonds dringend weiterentwickelt werden müssen.
Es braucht klare Ziele und Indikatoren, eine mehrjährige Planung und
einen strukturierten Reformprozess unter Einbindung aller relevanten
Stakeholder“, sagt Patrick Berger, Leiter des ÖGB Chancen Nutzen
Büro.
Mittel müssen wirksamer bei Menschen mit Behinderungen ankommen
„Entscheidend ist, dass die vorhandenen Mittel möglichst
zielgerichtet eingesetzt werden und dort ankommen, wo sie gebraucht
werden: bei Menschen mit Behinderungen“, betont Berger. Der
Rechnungshof mache deutlich, dass bestehende Instrumente stärker
darauf ausgerichtet werden müssen, die tatsächlichen Chancen auf
Beschäftigung und Teilhabe am Arbeitsmarkt nachhaltig zu verbessern.
Ausgleichstaxfonds langfristig absichern
Neben den notwendigen Reformen brauche es eine nachhaltige und
langfristig gesicherte Finanzierung des Ausgleichstaxfonds. „Der
Fonds finanziert wichtige Unterstützungsangebote für Menschen mit
Behinderungen und muss daher dauerhaft abgesichert werden. Es darf
nicht passieren, dass notwendige Maßnahmen aufgrund unsicherer
Finanzierung eingeschränkt werden müssen“, fordert Berger.
Ausgleichstaxe deutlich anheben
Gleichzeitig spricht sich das ÖGB Chancen Nutzen Büro für eine
deutliche Erhöhung der Ausgleichstaxe aus. „Die Ausgleichstaxe muss
auf ein betriebswirtschaftlich relevantes Niveau angehoben werden. Es
darf nicht günstiger sein, die Ausgleichstaxe zu bezahlen, als
Menschen mit Behinderungen einzustellen. Wer Inklusion am
Arbeitsmarkt ernst meint, muss auch wirksame Anreize für die
Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen schaffen“, so Berger.
Über uns:
Der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) vertritt rund 1,2
Millionen Arbeitnehmer:innen in Österreich. Gemeinsam mit seinen
sieben Gewerkschaften setzt sich der ÖGB als überparteiliche
Interessenvertretung für gute Arbeitsbedingungen, faire Löhne und
Gehälter sowie soziale Gerechtigkeit ein.
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