St. Pölten (OTS) – Unter dem Motto „10 Jahre Zukunft. 10 Jahre
Hoffnung.“ feierte das
Krebsbehandlungs- und Forschungszentrum MedAustron am heutigen
Freitagvormittag sein zehnjähriges Jubiläum mit Vertreterinnen und
Vertretern aus Medizin, Wissenschaft, Kooperationspartnern und
Politik, allen voran Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und
Bundeskanzler Christian Stocker.
„MedAustron ist bestes Beispiel dafür, was Wissenschaft für die
Menschen leisten kann“, betonte die Landeshauptfrau. „Es ist eines
von sechs Zentren dieser Art weltweit, und wenn bis heute 3.700
Menschen behandelt worden sind, man diesen Menschen Hoffnung gegeben
hat, vor allem auch vielen Kindern, dann berührt das zutiefst und
darauf kann man wirklich stolz sein.“
Besonders wichtig sei ihr, „dass wir bei MedAustron nicht nach
dem Meldezettel fragen – 20 Prozent der Patientinnen und Patienten
kommen aus dem Ausland und von den österreichischen Patienten kommen
mehr als zwei Drittel aus einem anderen Bundesland.“ So zeige man mit
MedAustron, worauf es in der Gesundheitsversorgung ankomme: „Jeder
der Behandlung braucht, soll sie auch bekommen“, so Mikl-Leitner.
Dieser Anspruch leite das Land Niederösterreich auch beim
Gesundheitsplan 2040+, erklärte sie.
Um die beste Gesundheitsversorgung zu ermöglichen, brauche es vor
allem die Unterstützung von Spitzeninstitutionen wie MedAustron oder
dem ISTA, genauso wie anderen Wissenschafts- und
Bildungseinrichtungen, „wo aus den Erkenntnissen aus Wissenschaft und
Forschung neue Technologien und Innovationen entstehen, aus denen
konkrete Hilfe wird“, betonte die Landeshauptfrau. Sie verwies hier
auf die „Mission Nobelpreis“ und die jährlichen Investitionen des
Landes von 150 Millionen Euro in Wissenschaft und Forschung. „Hier
geht es nicht um eine Medaille im Regal. Es geht darum, den besten
Köpfen in Niederösterreich die besten Rahmenbedingungen zu bieten,
denn Wissenschaft, Bildung und Ausbildung schaffen die Grundlagen
unseres Wohlstandes“, so Mikl-Leitner.
Bundeskanzler Christian Stocker sagte: „MedAustron steht für zehn
Jahre Erfolgsgeschichte für Stadt, Land und Republik.“ Man feiere
zehn Jahre einer Einrichtung, „in der Patientinnen und Patienten
Spitzenmedizin unabhängig von ihrem Alter oder ihrem finanziellen
Hintergrund erhalten“. Der Bundeskanzler unterstrich: „Bei MedAustron
greifen Forschung, Wissenschaft und Medizin ineinander und hinter
dieser Einrichtung stehen Menschen, denen Hoffnung, Zukunft und Leben
geschenkt wurde.“
Bürgermeister Klaus Schneeberger, der von Beginn an der Umsetzung
des Zentrums beteiligt war, sprach von einer Vision, aus der zehn
Jahre nach der Betriebsaufnahme ein international anerkanntes Zentrum
für Krebsbehandlung und Forschung geworden sei: „Kaum ein Projekt
liegt mir so am Herzen wie MedAustron. Wir haben damals an eine Idee
geglaubt, die heute tausenden Krebspatienten neue Hoffnung schenkt.“
Dieses Jubiläum beweise, „dass Wiener Neustadt gemeinsam mit
MedAustron und dem Universitätsklinikum Wiener Neustadt ein
europäisches Kompetenzzentrum für Innovation und medizinische
Exzellenz ist.“
Eugen B. Hug, Ärztlicher Direktor und MedAustron Geschäftsführer,
und Geschäftsführer Alfred Zens zeichneten gemeinsam die Entwicklung
von MedAustron von der Inbetriebnahme bis heute nach und gaben einen
Überblick über künftige Schritte. „Wir wollen die Stärken von
MedAustron in allen Bereichen weiter ausbauen: in der
Patientenversorgung, in der Forschung und in der technologischen
Entwicklung. Mit dem geplanten Zubau und der Entwicklung einer
zweiten kompakten Beschleunigeranlage wollen wir noch mehr
Patientinnen und Patienten behandeln, neue Therapiekonzepte erproben
und unsere technologische Kompetenz weiter stärken. Damit schaffen
wir die Grundlage für die nächsten zehn Jahre MedAustron“, so Hug und
Zens.
Die Patientinnen Silvia Elnrieder und Janos Gal sprachen im
Interview ihre persönlichen Erfahrungen schilderten und so deutlich
machten, wie sich medizinischer Fortschritt ganz konkret auf das
Leben von Menschen auswirkt.
Ebenfalls zu Wort kamen zum Thema Medizin Elisabeth Bräutigam von
der NÖ LGA, Roman Dunavölgyi von der MedUni Wien und Michael Dworzak
vom St. Anna Kinderspital. Zum Thema Forschung Peter Ertl von der TU
Wien, Andrea Olschewski von der Karl Landsteiner Pivatuniversität,
Joachim Weber von der MedUni Wien sowie Barbara Weitgruber,
Sektionschefin im Bundesministerium.