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Österreichs Industrie steigert KI-Reifegrad: IV-Task Force KI unterstützt bei der Hebung von KI-Potenzialen

Wien (OTS) – Österreichische Industrieunternehmen konnten ihren
KI-Reifegrad
innerhalb eines Jahres deutlich steigern. Zugleich wuchs jedoch der
Abstand zwischen KI-Vorreitern und -Nachzüglern. Zu diesem Ergebnis
kommt eine unabhängige Studie der Unternehmensberatung McKinsey, die
auf einer Befragung von Mitgliedsunternehmen der IV-Task Force KI
basiert.

Hier setzt die IV-Task Force Künstliche Intelligenz an, in der
sich mittlerweile rund 140 Unternehmen engagieren. Ziel ist, die KI-
Adoption in der österreichischen Industrie zu beschleunigen. Die Task
Force fördert den Erfahrungsaustausch zwischen den Industriebetrieben
und adressiert verschiedenste Themenfelder – von KI in der Produktion
und im Engineering über KI in Geschäftsprozessen, Datenstrategien und
Talente bis zu digitaler Souveränität und Regulierung.

„Österreichische Unternehmen konnten ihren KI-Reifegrad
erfolgreich steigern, das ist ein starkes Signal. Wir müssen
erfolgreiche Anwendungen rasch verbreiten und die Dynamik in
Produktivitätsgewinne, neue Geschäftsmodelle und zusätzliche
Wertschöpfung übersetzen. Genau dafür haben wir im Vorjahr eine
branchenübergreifende IV-Task Force KI eingerichtet und werden
weiterhin durch Peer-Learning und Wissenstransfer alles daransetzen,
um den KI-Reifegrad in der Industrie in Österreich weiter zu
erhöhen“, betont IV-Präsident Georg Knill.

KI in Führungsetagen angekommen – Talente und Regelbetrieb
bleiben Herausforderungen

Verbesserungen zeigen sich in allen sechs von McKinsey
untersuchten Dimensionen, besonders bei der Unternehmensstrategie
sowie der KI-Einführung und Skalierung. Mehr als 90 Prozent der
Unternehmen sind sich über die strategischen Implikationen von KI für
ihr Geschäftsmodell einig, zugleich ist der Anteil der Unternehmen
mit einem klaren Skalierungsansatz deutlich gestiegen. Vielen
Unternehmen fällt es jedoch weiterhin schwer, KI-Anwendungen in den
verlässlichen Regelbetrieb zu überführen und ihren Beitrag zu Umsatz,
Kosten oder Risikomanagement anhand klarer Kennzahlen zu messen.
Entwicklungsbedarf besteht zudem beim Talentmanagement, bei Daten-
und Betriebsstandards sowie bei klaren Verantwortlichkeiten,
Finanzierung und Governance.

„Dass KI zunehmend strategisch und auf der Ebene des
Topmanagements verankert ist, ist ein wichtiger Fortschritt. Jetzt
müssen aus technologischer Reife nachhaltiger Unternehmenserfolg und
skalierbare Lösungen im Regelbetrieb werden. Dafür braucht es klare
Business Cases, Verantwortlichkeiten und ausreichende Budgets“,
erklärt Thomas Arnoldner, Deputy CEO der A1 Group und Co-Vorsitzender
der IV-Task Force KI.

„Die technologische Basis ist vorhanden. Industrielles
Domänenwissen ist dabei eine besondere Stärke der österreichischen
Betriebe. KI kann verbunden mit Domänenwissen die Produktivität
steigern, Innovation beschleunigen und neue Geschäftsmodelle
ermöglichen. Besonders wichtig bleibt das Thema Ausbildung bzw. Re-
und Upskilling. Talente sind in vielen Unternehmen nach wie vor der
zentrale Engpass. Um den positiven Trend in der KI-Nutzung
fortzuschreiben, sind wir als Unternehmen gefordert die notwendigen
Kompetenzen konsequent aufzubauen“, unterstreicht Christoph Knogler,
CEO der KEBA Group und Co-Vorsitzender der IV-Task Force KI.

Rahmenbedingungen für KI-Adoption forcieren

„Damit wir unser volles Potenzial ausschöpfen können, müssen wir
die Voraussetzungen für eine breite industrielle Anwendung schaffen.
Es braucht daher die richtigen Rahmenbedingungen am Standort“, betont
IV-Präsident Knill. Erforderlich sind eine Stärkung der angewandten
Forschung und des Technologietransfers, insbesondere in
Schlüsseltechnologien wie der KI, bis zur Skalierung im Unternehmen
sowie die Forcierung von KI- und Datenkompetenzen. Ganz wichtig ist
zudem KI-Kompetenzen in allen Bildungs- und Ausbildungsformen zu
vermitteln, vom Kindergarten bis zur Universität. Auch gilt es, den
Risikokapitalmarkt für KI- und Deep-Tech-Unternehmen auszubauen.
„Aber auch die Regulatorik spielt eine wichtige Rolle und es braucht
innovationsfreundliche Rahmenbedingungen, praxistaugliche KI-
Reallabore und eine Umsetzung des EU AI Acts, die Rechtssicherheit
schafft, ohne Innovation durch zusätzliche Bürokratie auszubremsen“,
so Knill abschließend.