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730.000 Menschen in Österreich leben mit Depression

Wien (OTS) – Depressionen zählen weltweit zu den häufigsten
psychischen
Erkrankungen und werden dennoch vielfach unterschätzt und tabuisiert.
Anlässlich des Europäischen Tages der Depression am 4. Oktober macht
der Berufsverband Österreichischer Psychologinnen und Psychologen (
BÖP) auf die Erkrankung aufmerksam und betont die Bedeutung von
Aufklärung, frühzeitiger Unterstützung und einem leistbaren Zugang zu
professioneller klinisch-psychologischer Behandlung .

Zwtl.: 730.000 Menschen in Österreich betroffen

Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind weltweit 5,2% der
Erwachsenen von einer Depression betroffen, Frauen dabei etwa 1,5-mal
häufiger als Männer. Auch in Österreich ist die Erkrankung weit
verbreitet. Laut einer Erhebung der Medizinischen Universität Wien
von 2022 leben rund 730.000 Menschen in Österreich mit einer
Depression, darunter etwa 466.000 Frauen. Als mögliche soziale
Risikofaktoren für Depressionen bei Frauen gelten unter anderem
Mehrfachbelastungen durch Haushalt, Kinderbetreuung und Beruf.

Die hohe Zahl der Betroffenen zeigt, wie wichtig eine
bedarfsgerechte und leistbare Versorgung mit professioneller klinisch
-psychologischer Behandlung ist.

Zwtl.: Depression ist weiblich

Trotz der großen Zahl an Betroffenen fällt es vielen Menschen
schwer, über ihre Erkrankung zu sprechen und sich Unterstützung zu
suchen. „Eine Depression ist eine ernstzunehmende psychische
Erkrankung, die das Wohlbefinden und verschiedene Lebensbereiche wie
Beziehungen, Arbeit und Schule beeinträchtigt und gezielte Behandlung
erfordert. Umso wichtiger ist es, erste Anzeichen ernst zu nehmen und
rechtzeitig Unterstützung zu suchen. Frauen sind dabei besonders
häufig betroffen und brauchen einen niederschwelligen Zugang zu
professioneller Hilfe!“ betont BÖP-Präsidentin a.o. Univ.-Prof.in
Dr.in Beate Wimmer-Puchinger.

Zwtl.: Eine Depression kann jede und jeden treffen

Depressionen entstehen durch neurobiologische, psychische und
soziale Faktoren. Belastende Lebensereignisse wie der Verlust eines
nahestehenden Menschen, Arbeitslosigkeit oder andere anhaltende
Belastungen können ebenso eine Rolle spielen wie individuelle
psychische und biologische Faktoren. Eine Depression muss jedoch
nicht zwingend durch ein konkretes belastendes Ereignis ausgelöst
werden. Und: Eine Depression zeigt sich nicht immer auf den ersten
Blick. Neben Niedergeschlagenheit, Energielosigkeit, dem Verlust von
Interessen, Konzentrationsproblemen und sozialem Rückzug können auch
körperliche Symptome wie Müdigkeit, Schlafstörungen, Veränderungen
des Appetits oder des Gewichts auftreten.

Zwtl.: Eine Depression ist behandelbar

Je nach Ausprägung und individueller Situation kommen
unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten infrage. Die WHO nennt
psychologische Behandlungen und Medikamente ausdrücklich als wirksame
Behandlungsmöglichkeiten bei Depressionen. Die klinisch-
psychologische Behandlung ist daher ein unverzichtbarer Bestandteil
der professionellen Versorgung von Menschen mit Depressionen.

„Menschen mit Depressionen brauchen raschen und leistbaren Zugang
zu professioneller Hilfe – genau wie bei körperlichen Erkrankungen.
Psychische Gesundheit muss endlich denselben Stellenwert erhalten wie
körperliche Gesundheit“, betont BÖP-Präsidentin a.o. Univ.-Prof.in
Dr.in Beate Wimmer-Puchinger.

Zwtl.: Hier findet man Hilfe:

1. BÖP-Helpline : Die kostenlose und anonyme Helpline bietet
psychologische Unterstützung in Krisensituationen. Sie ist Montag bis
Donnerstag von 9 bis 13 Uhr unter 01/504 8000 sowie per E-Mail unter
[email protected] erreichbar

2. Psychnet : Die Psycholog:innen-Suchmaschine des BÖP ermöglicht
eine gezielte Suche nach Psycholog:innen nach Fachgebiet,
Themenbereich und Wohnort

Den BÖP-Folder zum Thema „Depression“ können Sie hier kostenlos
ansehen , oder hier kostenlos bestellen .