Wien (OTS) – „ Grundsätzlich freue ich mich über jeden, der sich für
die Partei
engagiert “, egal ob dieser 71 oder 17 Jahre alt sei, sagt
Finanzminister Markus Marterbauer über die Bewerbung des
Medienmanagers Gerhard Zeilers als SPÖ-Chef. Der Vorstoß käme
allerdings zu einem „ unerwarteten “ Zeitpunkt. „ Ich hätte mich
gefreut, wenn Gerhard Zeiler mich angerufen hätte und gesagt hätte:
‚Du, machen wir was zur Wirtschaftspolitik ‘“, meint Marterbauer im
Gespräch mit PULS 24-Infochefin Corinna Milborn .
Kann Zeiler-Kritik „nichts abgewinnen“
Die niedrigen Umfragewerte der SPÖ bezeichnete er als „
besorgniserregend “, allerdings seien Regierungen aufgrund der
verschiedenen Krisen momentan grundsätzlich nicht populär. Die SPÖ
stehe für Wirtschaftskompetenz in der Regierung, dabei verfolge man
aber auch einen pragmatischen Kurs. „ Dieser Kritik von Gerhard
Zeiler kann ich nichts abgewinnen“, meint Marterbauer.
Parteichef und Vizekanzler Andreas Babler unterstützt er: „
Niemand von uns macht alles richtig, aber wir alle bemühen uns, alles
richtig zu machen .“ Babler sei für die aktuelle Lage nicht
verantwortlich. Das Treffen der SPÖ-Landeschefs am Sonntag begrüßt er
dennoch. Die Partei müsse nun geeint und der Regierungskurs
fortgesetzt werden, sagte der Finanzminister. Personen sollten dabei
nicht im Vordergrund stehen: „ Wir brauchen das nicht .“
Er persönlich habe zwei Ziele: Als Finanzminister weiter das
Budget sanieren und gesund zu werden. „ Ich bin für die nächsten
Monate wirklich ausgelastet “, sagte er. Er sei allerdings ein
überzeugter Roter und würde viel dafür tun, die Partei wieder
zusammenzuführen.
Letzte Chemotherapie im Oktober
Marterbauer hatte dieses Jahr seine Krebserkrankung bekanntgegeben.
Im Oktober habe er seine letzte Chemotherapie, kündigte er an. „
Zunächst ist es ein Schock so eine Diagnose zu bekommen “, gibt er
persönliche Einblicke. Gerade die Haushaltsverhandlungen vor dem
Sommer seien eine Herausforderung gewesen: „ Wenn man wochenlang und
nächtelang das Budget verhandelt, hätte das meine Kräfte überfordert
.“ Er habe sich allerdings rasch erholt, dabei habe auch die Arbeit
als Finanzminister geholfen. Die Behandlung des Lymphoms laufe gut. „
Der Fortschritt ist so, wie sich das die Ärzte erhofft haben “, so
der Finanzminister. An Aufhören habe er nie gedacht.
Erste Ausschnitte des Interviews gibt es heute um 19:50 Uhr in
“Treffpunkt Österreich” auf ATV, PULS 24 & JOYN.
Das gesamte Gespräch mit PULS 24-Infochefin Corinna Milborn, u.a.
auch dazu, wie es mit dem Klimagesetz weitergeht und welche Maßnahmen
für die Wirtschaft kommen sollen, gibt es ab morgen um 9 Uhr auf JOYN
im Stream, sowie um 10:30 Uhr bei “PULS 24 Live” auf PULS 24.
Markus Marterbauer im exklusiven Talk morgen, Freitag, um 9 Uhr
auf JOYN & um 10:30 Uhr in „PULS 24 Live“ auf PULS 24