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Hattmannsdorfer/Zehetner zum EAG-Monitoringbericht: „Erneuerbaren-Zubau liegt ein Viertel über dem Zielpfad – jetzt Speicher stärken“

Wien (OTS) – „Österreich hat beim Ausbau erneuerbarer Energien den
richtigen Weg
eingeschlagen. Der aktuelle Monitoringbericht zeigt die Fortschritte
und macht deutlich, worauf es jetzt ankommt: den Ausbau gezielt
weiterzuführen und heimischen Strom durch zusätzliche Speicher noch
besser zu nutzen. Mehr Strom aus Österreich stärkt unsere
Unabhängigkeit, hält Wertschöpfung im Land und schafft die Grundlage
für eine sichere, saubere und leistbare Energieversorgung. Das ist
aktive Standortpolitik für unsere Unternehmen und ihre
Beschäftigten“, betont Wirtschafts- und Energieminister Wolfgang
Hattmannsdorfer zum EAG-Monitoringbericht 2026 der E-Control.

Von 2021 bis 2025 wurden rund 10.200 Megawatt erneuerbare
Erzeugungsleistung zugebaut. Damit liegt der gesamte Leistungszubau
rund ein Viertel über dem rechnerischen EAG-Zielpfad. Besonders
dynamisch entwickelt sich die Photovoltaik: Allein 2025 kamen rund
1.600 Megawatt hinzu, die Stromerzeugung aus Sonnenenergie stieg um
28 Prozent auf 9,8 Terawattstunden. Ende 2025 war rund fünfmal so
viel Photovoltaikleistung installiert wie 2020. Die Bundesregierung
setzt deshalb künftig verstärkt darauf, die gewonnene Energie zu
speichern und dann verfügbar zu machen, wenn sie gebraucht wird.

„Wir haben beim Ausbau der Sonnenenergie viel erreicht. Jetzt müssen
wir dafür sorgen, dass wir diesen Strom auch dann nutzen können, wenn
die Sonne nicht scheint. Jede Kilowattstunde, die wir speichern und
später im eigenen Land nutzen, macht uns unabhängiger. Deshalb
richten wir unseren Fokus stärker auf Speicher und intelligente
Energiemanagementsysteme. Entscheidend ist, dass der Ausbau bei den
Menschen und Betrieben als sichere und leistbare Energie ankommt“,
erklärt Energie-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner.

Vorausschauend handeln und den nächsten Ausbauschritt ermöglichen

„Wir schaffen heute die Voraussetzungen für die Energieversorgung von
morgen. Dafür müssen wir Erzeugung, Netze und Speicher gemeinsam
weiterentwickeln. Mit dem Erneuerbaren-Ausbau-Beschleunigungsgesetz
wollen wir dafür sorgen, dass Projekte rascher umgesetzt werden
können. Schnellere Verfahren und klare Rahmenbedingungen sind
entscheidend, damit Unternehmen investieren und zusätzliche heimische
Energie verfügbar wird“, so Hattmannsdorfer.

Wichtig sind ein breiter Energiemix sowie der Ausbau von Netzen und
Speichern. Die wetterbedingten Schwankungen bei der Wasserkraft
unterstreichen, wie wichtig das Zusammenspiel unterschiedlicher
Technologien ist. „Sonne, Wind, Wasser und Biomasse sind gemeinsam
unsere Stärke. Wer Versorgungssicherheit langfristig gewährleisten
will, muss diese Potenziale gemeinsam weiterentwickeln. Unser
Anspruch ist, Österreich unabhängiger zu machen und Energie zu einem
Wettbewerbsvorteil für unseren Standort zu entwickeln“, betont
Hattmannsdorfer.

Heimischen Strom einfacher gemeinsam nutzen

Auch die Beteiligung vor Ort wächst: Mitte 2026 gab es österreichweit
knapp 6.000 Erneuerbare-Energie-Gemeinschaften, rund 2.100 mehr als
ein Jahr zuvor. Mit den am 1. Oktober in Kraft tretenden Regelungen
zu Peer-to-Peer-Verträgen wird die gemeinsame Energienutzung weiter
erleichtert: Selbst erzeugter erneuerbarer Strom kann auf
vertraglicher Basis direkt verkauft oder verschenkt werden, ohne
dafür eigens einen Verein oder eine Gesellschaft gründen zu müssen.

„Immer mehr Haushalte, Betriebe und Gemeinden nehmen ihre
Energieversorgung gemeinsam in die Hand. Das zeigt, welches Potenzial
in den Regionen steckt. Dieses Engagement wollen wir nutzen, um den
Ausbau weiter voranzubringen und die Wertschöpfung vor Ort zu
stärken“, betont Hattmannsdorfer.

„Energiegemeinschaften sind längst kein Nischenmodell mehr. Sie
zeigen, wie Menschen regional erzeugten erneuerbaren Strom gemeinsam
nutzen können. Die neuen Rahmenbedingungen schaffen zusätzliche
Möglichkeiten für gemeinschaftliche Stromnutzung. Das ElWG stärkt
zudem die Rolle von Energiegemeinschaften in der Energiewende“,
erklärt Zehetner.

Mit dem Elektrizitätswirtschaftsgesetz gelten ab dem 1. Oktober 2026
für alle Bürgerenergiemodelle, auch für bestehende
Energiegemeinschaften, neue Rahmenbedingungen. Die
Koordinationsstelle für Energiegemeinschaften im Klima- und
Energiefonds unterstützt bestehende Energiegemeinschaften und neue
Bürgerenergiemodelle bei der Vorbereitung. Mit Unterstützung des
BMWET stehen dafür ab sofort neue Vorlagen und Informationen auf
energiegemeinschaften.gv.at zum Download bereit.

Dazu zählen Peer-to-Peer-Verträge sowie Muster zu den künftig
geltenden Lieferantenverpflichtungen bei gemeinsamer Energienutzung.
Weitere Unterlagen helfen bestehenden Energiegemeinschaften, sich mit
den neuen Anforderungen vertraut zu machen und diese praktisch
umzusetzen. Zusätzliche Mustervorlagen wie allgemeine
Lieferbedingungen, Vereinsstatuten und Muster für gemeinschaftliche
Erzeugungsanlagen werden in den kommenden Wochen veröffentlicht.

„Wer Sonnenstrom vom eigenen Dach mit anderen teilen möchte, soll das
möglichst einfach tun können. Dafür braucht es neben den gesetzlichen
Möglichkeiten auch konkrete Unterstützung. Mit verständlichen
Informationen und Vertragsvorlagen helfen wir den Menschen, die neuen
Möglichkeiten tatsächlich zu nutzen. So stärken wir die gemeinsame
Stromversorgung vor Ort“, betont Zehetner abschließend.