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SPÖ-Heide: EU-Jugendpolitik muss dort ansetzen, wo jungen Menschen der Schuh drückt!

Wien (OTS) – Das Europäische Parlament stimmt heute über die
Weiterentwicklung der
EU-Jugendstrategie ab. Die derzeitige Strategie läuft von 2019 bis
2027 und soll junge Menschen stärker in politische Entscheidungen
einbinden und ihre Interessen in der EU-Politik besser
berücksichtigen. Ein neuer Bericht des Europäischen Parlaments zieht
nun Bilanz und formuliert Vorschläge für die Zeit nach 2027. Für SPÖ-
EU-Abgeordneten und jugendpolitischen Sprecher Hannes Heide ist klar,
dass eine künftige EU-Jugendpolitik stärker auf die heutigen
Lebensrealitäten junger Menschen reagieren muss: „Steigende Mieten,
hohe Lebenshaltungskosten, psychische Belastungen und schädliche
Inhalte auf Social Media belasten junge Menschen heute von vielen
Seiten. Ihre Lebensrealität hat sich seit 2019, als die aktuelle EU-
Jugendstrategie beschlossen wurde, deutlich verändert. Die
Jugendpolitik von morgen kann deshalb nicht mit dem Kompass von
gestern gemacht werden. Sie muss dort ansetzen, wo jungen Menschen
heute tatsächlich der Schuh drückt. Mit dem EU-Jugenddialog und dem
Youth Check haben wir bereits wichtige Schritte für mehr Beteiligung
gesetzt. Darauf dürfen wir uns aber nicht ausruhen. Die nächste
Jugendstrategie muss konkrete Antworten auf die Wohnungs- und
Lebenskostenkrise geben und neue Belastungen in der digitalen Welt
stärker in den Blick nehmen. Vor allem dürfen wir Politik nicht über
die Köpfe junger Menschen hinweg machen. Die aktuelle Lebenswelten-
Studie zeigt, dass nur noch 42 Prozent der Jugendlichen mit der
Demokratie zufrieden sind. Das muss für uns ein Warnsignal sein. Nur
wenn junge Menschen spüren, dass ihnen zugehört wird und ihre Stimme
tatsächlich etwas verändert, können wir ihr Vertrauen in die
Demokratie stärken.“ ****

Heide weiter: „Gleichzeitig müssen wir dafür sorgen, dass
europäische Jugendpolitik wirklich alle jungen Menschen erreicht. Mit
Programmen wie Erasmus+ haben wir Europa für Millionen junge Menschen
unmittelbar erlebbar gemacht. Doch gerade junge Menschen mit weniger
finanziellen Mitteln, mit Migrationshintergrund oder mit
Behinderungen stoßen noch immer auf zusätzliche Hürden, solche
Chancen tatsächlich zu nutzen. Diese Türen dürfen keinem jungen
Menschen verschlossen bleiben. Wir müssen dafür sorgen, dass alle den
Schlüssel bekommen, um die Möglichkeiten Europas auch nutzen zu
können. Die Jugend ist die Zukunft Europas und genau diesen
Stellenwert muss sie auch in der europäischen Politik haben. Gerade
mit Blick auf die Rede zur Lage der Union erwarten wir uns daher ein
klares Bekenntnis, die Anliegen junger Menschen stärker ins Zentrum
zu rücken.“ (Schluss) bj