Wien (OTS) – „Die europäischen Speicherstände sind besorgniserregend
niedrig. Auch
Österreich liegt mit 67 Prozent deutlich unter dem Vorjahresniveau.
Vor allem aber ist Gas in einem österreichischen Speicher keineswegs
automatisch für österreichische Haushalte und Betriebe reserviert.
Unsere Speicher bedienen den europäischen Markt, die eingelagerten
Mengen gehören auch internationalen Händlern und werden großteils
wieder ins Ausland verkauft. Der Standort eines Speichers ist keine
Liefergarantie für Österreich“, so heute der freiheitliche
Energiesprecher NAbg. Paul Hammerl zu den Beschwichtigungsversuchen
von ÖVP-Energieminister Hattmannsdorfer und forderte erneut die
unverzügliche Einberufung des Energielenkungsbeirates.
„Wenn der frühere E-Control-Chef Walter Boltz einen möglichen
Rückgriff auf die strategische Gasreserve für möglich hält, muss der
Minister die zuständigen Experten an einen Tisch holen und für
Klarheit sorgen. Diese Klarheit schuldet Hattmannsdorfer der
Bevölkerung und der Wirtschaft. Gleichzeitig muss er auch auf EU-
Ebene die Initiative zur Aktivierung des Krisenmechanismus beim
Importverbot für russisches Gas ergreifen und die dafür
erforderlichen Voraussetzungen und Schritte unverzüglich in Gang
setzen. Zusätzlich müssen die CO2-Kosten abgeschafft werden. Wenn
künstlich verteuerte Gaskraftwerke den Strompreis bestimmen,
verteuern die CO2-Zertifikate die Energie noch zusätzlich. Diese
politisch verursachten Mehrkosten müssen weg“, erklärte Hammerl.
„Versorgungssicherheit bedeutet auch, dass Familien ihre
Heizrechnung bezahlen und Betriebe weiterhin produzieren können. Eine
neue Energiepreiskrise gefährdet unseren Wohlstand und unsere
Arbeitsplätze. Die Menschen brauchen einen Minister, der entschlossen
handelt. Die Menschen brauchen keine weiteren Beschwichtigungen und
inhaltsleeren PR-Shows, sondern leistbare Energie. Dafür ist
Hattmannsdorfer verantwortlich und daran muss er sich messen lassen“,
betonte Hammerl.