Schönheit

Kultureuro als nächste Belastung für Wiener Wirtschaft

Wien (OTS) – Nach der beschlossenen Erhöhung der Ortstaxe von 3,2%
auf
zwischenzeitlich 5% und ab nächstem Juli 8% plant die Stadt Wien laut
Medienberichten die nächste Belastung: einen „Kultureuro“ auf
Eintritte in Kulturinstitutionen in Form eines Aufschlags von 12,5 %.
Alexander Ipp, Vizepräsident der Österreichischen Hotelvereinigung
und Landesvorsitzender in Wien, sieht die Entwicklung mit Sorge:
„Statt die Ausgaben in den Griff zu bekommen, kassiert die Stadt
überall ab: Bei Müll und Abwasser kennen wir das schon, jetzt bei der
Ortstaxe und bald bei Kultur und Events. Das geht in die ganz falsche
Richtung: Wien lebt von seiner Kultur – und die lebt davon, dass sie
von den Wiener:innen und deren Gästen niederschwellig erlebt werden
kann!“

Zwtl.: Nicht nur Reiche machen Städtereisen

Wien sei keine Stadt nur für Reiche: „Dem einen oder anderen mag
der Aufschlag egal sein, doch gerade in der Kulturszene und unter
Städtereisenden gibt es große Gruppen auch aus Österreich, die aufs
Geld schauen. 8% Zuschlag selbst auf günstige Unterkünfte und 12,5%
auf Konzert-, Theater- oder Stadthallen-Karten werden in Zeiten
steigender Preise in allen Bereichen für Kulturinteressierte zur
zusätzlichen finanziellen Hürde am Weg zu Konzerten, zur Kleinkunst
oder ins Museum“, so Ipp. Die geplante Erhöhung der Ortstaxe auf 8%
werde vor dem Hintergrund der aktuellen Kostensituation zur spürbaren
Mehrbelastung und müsse zurückgenommen werden, fordert der
Branchenkenner.

Zwtl.: Der falsche Kulturwandel

Irritierend sei der Kurs der SPÖ Wien: Während Vizekanzler
Andreas Babler und Finanzminister Markus Marterbauer sich den Kampf
gegen die Teuerung auf die Fahnen heften (Mietpreis-Stopp, MwSt-
Halbierung, Preiskommission, …) und sich die SPÖ laut
Grundsatzprogramm zur öffentlichen Kulturfinanzierung bekennt, treibt
die SPÖ Wien durch immer neue und höhere Abgaben die Inflation in die
Höhe. Statt die Kultur aus dem öffentlichen Haushalt zu finanzieren,
werde sie zur Melkkuh: ein „Kulturwandel“ der falschen Art. Besser,
so Ipp, wäre die Abkehr von ausufernden Ausgaben und von der Erhöhung
der Ortstaxe auf im internationalen Vergleich überteuerte 8%
abzusehen.

Über die ÖHV

Die ÖHV ist die parteipolitisch unabhängige Interessenvertretung
der österreichischen Hotellerie mit mehr als 1.700
Mitgliederbetrieben. Sie setzt sich aktiv für wettbewerbsfähige
Rahmenbedingungen, Qualität und Innovation im österreichischen
Tourismus ein. Weitere Pressemeldungen der ÖHV und Bildmaterial
finden Sie unter www.oehv.at/presse