Wien (OTS) – Der STADA Health Report 2026 zeigt ein klares Profil der
österreichischen Gesundheitskonsumenten: Sie sind selbstbestimmter,
präventionsorientierter und stärker auf persönliche Kontakte im
Gesundheitswesen ausgerichtet als der Durchschnitt anderer
europäischer Länder. Das ergibt eine internationale Vergleichsstudie
zu Themen wie „Digital Health“, „Gesundheitssystemen“, „gesundem
Altern“, „persönlicher Selbstbestimmung“ und „Selbstmedikation“.
Mehr Eigenverantwortung bei der Gesundheitsbildung
Rund 71 Prozent der befragten Österreicher sehen die
Verantwortung für die Gesundheitsbildung primär bei den
Einzelpersonen selbst – mehr als 30 Prozentpunkte über dem
Durchschnitt der Vergleichsländer (ca. 40 Prozent; Belgien,
Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Irland, Italien,
Kasachstan, Niederlande, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden,
Schweiz, Serbien, Slowakei, Spanien, Tschechien, Ungarn, Usbekistan
und Vereinigtes Königreich). Gleichzeitig wird der Regierung und dem
Gesundheitspersonal seltener die Hauptverantwortung zugeschrieben.
Dies unterstreicht eine starke Kultur der persönlichen
Eigenverantwortung in Gesundheitsfragen.
Klare Präferenz für persönliche Beratung – auch bei mentaler
Gesundheit
Diese Selbstbestimmung geht jedoch nicht mit einer Ablehnung
professioneller Unterstützung einher. Im Gegenteil: Österreich sticht
durch eine besonders starke Wertschätzung menschlicher Kontakte
hervor. Rund 77 Prozent der Österreicher bevorzugen bei Therapie oder
mentaler Gesundheitsunterstützung (alle Maßnahmen zur Bewahrung und
Verbesserung des psychischen Wohlbefindens) ein persönliches Gespräch
(vs. ca. 58 Prozent im Peer-Durchschnitt). Zudem erwarten 42 Prozent
der Befragten hierzulande, dass Apotheker und andere
Gesundheitsprofis in Zukunft als vertrauenswürdige menschliche
Ansprechpartner noch wichtiger werden (vs. ca. 30 Prozent).
Weniger überfordert – mehr Selbstsicherheit
Nur rund 32 Prozent der Befragten Österreicher fühlen sich von
der Flut an Gesundheitsinformationen überfordert – deutlich weniger
als der Durchschnitt von ca. 47 Prozent in anderen Ländern. Dieses
geringere Maß an Informationsüberlastung passt zum hohen Maß an
Eigenverantwortung: Die Menschen in Österreich navigieren offenbar
selbstbewusster durch Gesundheitsthemen.
Positiv bei Medikamentenzugang und Prävention
Auch beim wahrgenommenen Zugang zu Medikamenten und bei der
Prävention schneidet Österreich überdurchschnittlich ab: 30 Prozent
bewerten den Medikamentenzugang als „sehr gut“ (vs. ca. 18 Prozent).
60 Prozent nehmen zumindest einige verfügbare Vorsorgeuntersuchungen
wahr (vs. ca. 44 Prozent). Das eröffnet gute Chancen für
präventionsorientierte Angebote – von Screening-Erinnerungen bis zu
apothekenbasierten Selfcare-Programmen.
Digitalisierung ja – aber nicht ohne menschliche Komponente
Bei digitalen Angeboten zeigt sich ein nuanciertes Bild: 30
Prozent würden rezeptfreie Gesundheitsprodukte gerne über Online-
Apotheken oder Plattformen kaufen (vs. ca. 20 Prozent). Gleichzeitig
haben Online-Communities und Foren bei 54 Prozent „überhaupt keinen
Einfluss“ (vs. ca. 42 Prozent). Digitale Tools werden also vor allem
als praktische Ergänzung, nicht als Ersatz für persönliche
fachkundige Beratung gesehen.
Selbstmedikation mit Verantwortung
Auch im Bereich der Selbstmedikation, beispielsweise bei
Schlafproblemen, zeigen sich die Österreicher entspannter (ca. 39
Prozent vs. ca. 28 Prozent) und weniger besorgt über mögliche
Fehldiagnosen. Das unterstreicht das generelle Selbstvertrauen, weist
aber gleichzeitig auf die Bedeutung klarer professioneller
Leitplanken hin.
Zentrale Botschaft: Selbstbestimmte Gesundheit mit starken
menschlichen Partnern
Zusammengefasst lässt sich die österreichische
Gesundheitslandschaft durch ein zentrales Thema definieren:
selbstbestimmte Gesundheit, unterstützt durch vertrauenswürdige
Fachleute. Die wirksamsten Gesundheitsbotschaften betonen persönliche
Kontrolle, Prävention und praktischen Zugang bei sichtbarer
Einbindung von Apothekern, Ärzten und anderen Fachleuten. Kampagnen,
die ausschließlich von Institutionen geleitet werden, rein digitale
Modelle oder Botschaften, die auf Verunsicherung setzen, dürften
hierzulande weniger Resonanz finden.
„Die Ergebnisse des STADA Health Reports 2026 bestätigen
eindrucksvoll, dass die Österreicherinnen und Österreicher ihre
Gesundheit aktiv selbst in die Hand nehmen möchten, dabei aber nicht
auf kompetente Begleitung verzichten wollen. Sie suchen nach
verlässlichen Partnern wie Apothekern und Ärzten, die sie fachkundig
unterstützen. Als traditionell starkes Partnerunternehmen der
öffentlichen Apotheke in Österreich sehen wir es als unsere Aufgabe,
genau diese Balance zu fördern. Eigenverantwortung zu stärken und
gleichzeitig Sicherheit durch professionelle pharmazeutische Beratung
zu bieten. Wir werden auch in Zukunft Produkte und Dienstleistungen
entwickeln, die den österreichischen Bedürfnissen nach
Selbstbestimmung und menschlicher Nähe gerecht werden.“
Dr. Martin Spatz, MBA, Geschäftsführer der STADA Arzneimittel
GmbH.
STADA Arzneimittel GmbH ist ein führendes Pharmaunternehmen mit
Schwerpunkt auf Generika, Consumer Healthcare und
Spezialpharmazeutika. In Österreich engagiert sich STADA besonders
für eine verantwortungsvolle Selbstmedikation und die Positionierung
der Apotheke als ersten und kompetenten Ansprechpartner für
Gesundheitsfragen.