Wien (OTS) – „Der Insolvenzentgeltfonds sichert die Löhne und
Gehälter, wenn es zu
Unternehmensinsolvenzen kommt. Er ist der sichere Anker für die
Betroffenen, damit es in solchen Fällen nicht unmittelbar zu
existenziellen Notlagen kommt. Das ist auch jetzt beim
Sanierungsverfahren für die drei Gesellschaften der Pollmann-Gruppe
so“, sagen die beiden Gewerkschafter Reinhold Binder (PRO-GE) und
Mario Ferrari (GPA).
Die rund 500 betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden
daher heute in Betriebsversammlungen auch darüber informiert, dass
ihre Ansprüche durch den Fonds abgesichert sind. Die Gewerkschaften
PRO-GE und GPA sowie die Arbeiterkammer werden den Beschäftigten
während des Sanierungsverfahrens zudem weitere rechtliche Beratung
und Unterstützung anbieten.
Aber es herrsche Handlungsbedarf, sagen Binder und Ferrari, was
die finanzielle Ausstattung des Fonds betreffe. Die aktuelle
Unterfinanzierung des Insolvenzentgeltfonds sei dadurch entstanden,
dass der IESG-Zuschlag für Arbeitgeber in den vergangenen Jahren
massiv abgesenkt wurde. „Angesichts der steigenden Zahl an
Unternehmenspleiten ist der Fonds zunehmend unter Druck. Wir fordern
daher die sofortige Anhebung Arbeitgeberbeitrags“, sagen Binder und
Ferrari.