Berlin / Paris (OTS) – GPS-Daten von rund 1.000 Katzen, 100 pro Land
in zehn Nationen,
zeigen ein Katzenleben, das von spanischer Siesta bis zu niemals
schlafenden Vierteln reicht.
Paris, August 2026. Katzen sind geheimnisvolle Wesen. Wohin
führen sie ihre Streifzüge im Freien wirklich? Wie groß ist ihr
Revier tatsächlich? Und gibt es Unterschiede zwischen den Ländern?
Genau das wollte Weenect herausfinden – eine der führenden
europäischen Marken für GPS-Tracker für Haustiere – mit seiner
bislang größten GPS-Katzen-Revierstudie.
Dafür wurden anonymisierte Trackingdaten von rund 1.000 Katzen
aus Kundenhaushalten* ausgewertet, die bereits mit einem Weenect GPS-
Tracker unterwegs sind – verteilt auf zehn Länder (DE, AT, CH, FR,
IT, ES, GB, NL, BE, US), mit jeweils rund 100 zufällig ausgewählten
Katzen pro Land. Voraussetzung war, dass durchgehend vier Wochen lang
lückenlose Trackingdaten geliefert wurden.
Über 24.000 Tagesaufzeichnungen ergeben eines der bislang
detailliertesten Bilder davon, wie sich Freigängerkatzen tatsächlich
verhalten – aufgeschlüsselt nach Geschlecht, Kastrationsstatus und
vor allem nach Land.
Zwtl.: Drei Nachbarländer, drei Extreme
Deutschland, Österreich und die Schweiz grenzen aneinander – aber
ihre Katzen könnten unterschiedlicher kaum unterwegs sein.
Deutschland stellt mit median 27.955 m² das mit Abstand größte
Katzenrevier der gesamten Studie, fast doppelt so groß wie der
europäische Durchschnitt von rund 14.900 m², und führt mit 3,1
Ausflügen pro Tag auch bei der Ausflugshäufigkeit. Die Schweiz liegt
bei der täglichen Strecke ganz vorne: Mit median 1.275 m legen
Schweizer Katzen mehr Weg zurück als die Katzen jedes anderen der
zehn Länder – knapp vor Deutschland (1.263 m). Österreich bildet das
ruhige Gegenstück: Mit 62,9 % nachtaktiven Katzen ist es das Land mit
der geringsten nächtlichen Aktivität der gesamten Studie.
Zwtl.: Das Geschlecht zählt mehr als die Kastration
Über den gesamten Datensatz von 952 Katzen hinweg legen
unkastrierte Kater (im Median) nur rund 10 % mehr Strecke zurück als
kastrierte Kater – ein deutlich geringerer Unterschied, als es der
Ruf des „unkastrierten Katers“ vermuten lässt. Bei den Katern hat das
Geschlecht studienweit einen weitaus stärkeren Effekt: Kastrierte
Kater legen immer noch rund 59 % mehr Strecke zurück als kastrierte
Kätzinnen und gehen fast doppelt so oft nach draußen.
Im DACH-Raum lässt sich dieses Muster besonders gut beobachten,
weil hier zwei der höchsten Kastrationsraten der Studie liegen:
Österreich führt mit 93,8 % die europaweite Rangliste an, gefolgt von
Deutschland mit 90,7 % – beide deutlich über dem Studiendurchschnitt
von 85,4 %. Selbst die Schweiz liegt mit 82,5 % nahe am Mittelwert.
Am anderen Ende steht Italien: Mit nur 73,7 % kastrierten Katzen
bildet es das europäische Schlusslicht – dennoch zählen italienische
Katzen zu den ruhigeren Profilen der Studie, was zeigt, dass die
Kastration allein wenig über das Streifverhalten aussagt. Wäre sie
der entscheidende Faktor, müssten Kater und Kätzinnen innerhalb der
drei DACH-Länder ähnlich unterwegs sein – stattdessen bleibt das
Geschlecht der weitausstärkere Indikator.
Bei den Kätzinnen ist das Bild jedoch weit weniger eindeutig: Nur
16 unkastrierte Kätzinnen wurden in der gesamten Studie lange genug
getrackt, um in die Analyse aufgenommen zu werden – zu wenige für
eine belastbare Aussage. Diese geringe Zahl spiegeltauch eine
verbreitete Empfehlung wider: Viele Tierschutzorganisationen und
einige Kommunen raten dazu – oder schreiben es sogar vor -, dass
Kätzinnen erst nach der Kastration ins Freie dürfen, angesichts des
deutlich höheren Risikos eines ungeplantenWurfs.
Zwtl.: Die typische Kätzin, der typische Kater
Nirgends zeigt sich das deutlicher als bei der Reviergröße. Eine
typische Kätzin beansprucht ein Revier von rund 10.700 m² – etwa
anderthalb Fußballfelder. Ein typischer Kater kommt auf rund 20.000 m
² – fast das Doppelte. Er geht außerdem häufiger nach draußen (etwa
2,0-mal pro Tag gegenüber 1,2) und verbringt mehr Nächte im Freien.
Beide kehren zuverlässig nach Hause zurück – er nimmt nur den
längeren Weg.
Zwtl.: Vom ruhigsten zum unruhigsten Land der Welt
Bei der nächtlichen Aktivität liegen die drei DACH-Länder an
entgegengesetzten Enden der europäischen Skala. Österreich bildet mit
62,9 % nachtaktiven Katzen das europäische Schlusslicht – niedriger
als jedes andere der zehn untersuchten Länder. Am anderen Ende steht
Deutschland: Hier waren 84,5 % der Katzen im Beobachtungszeitraum
mindestens einmal nachts draußen, der höchste Wert Europas. Weltweit
übertroffen wird das nur von den USA, wo praktisch jede getrackte
Katze (100 %) mindestens einmal nachts unterwegs war. Die Schweiz
liegt mit 80,4 % dazwischen, aber ebenfalls deutlich über dem
Studiendurchschnitt von 74,3 %.
Passend zu seiner ruhigen Grundhaltung löst Österreich auch die
wenigsten GPS-Alarme aller Länder aus (Median 0,7 pro Tag, gegenüber
dem Studienmedian von 1,4) – während Frankreich mit 2,1 Alarmen pro
Tag das andere Ende der Skala markiert. Nach zwei getrennten
Kennzahlen ist Österreich damit das ruhigste Land der Studie.
Zwtl.: Größtes Revier, längste Strecke – und spanische Gelassenheit
Österreichische Katzen zeigen dabei, dass ruhige Nächte kein
kleines Revier bedeuten: Mit median 16.908 m² liegen sie über dem
europäischen Durchschnitt – sie bewegen sich offenbar tagsüber ruhig
durch ein ansehnliches Revier, statt nachts große Ausflügezu
unternehmen. Auch das Schweizer Revier liegt mit 18.085 m² deutlich
über dem europäischen Mittel. Deutschland bleibt jedoch in beiden
Kategorien – Revier und Ausflugshäufigkeit – die aktivste Population
der gesamten Studie.
Das ruhige Gegenstück dazu liefert Spanien: Mit median nur 547 m
Tagesstrecke und 1,0 Ausflügen pro Tag zeigen spanische Katzen das
bewegungsärmste Profil aller zehn Länder – im Geiste näher an einer
nachmittäglichen Siesta als an einer nächtlichenStreiftour, wie sie
für ihre deutschen und Schweizer Artgenossen typisch ist.
Zwtl.: Was das für Halter:innen bedeutet
Eine Katze mit einem viel größeren Revier als angenommen, oder
eine, die nachts aktiver ist als erwartet: Von genau solchem
Verhalten erfahren Halter:innen oft gar nichts, wenn sie keine
Möglichkeit haben, es sichtbar zu machen. GPS-Ortung, wie die von
Weenect, macht diese Muster sichtbar. Dabei geht es nicht darum, die
Freiheit der Katze einzuschränken. Vielmehr gewinnen Menschen, die
ihre Katze lieben, echte Gelassenheit, wenn eine sonst unsichtbare
Routine für sie sichtbar wird.
Die vollständige Studie mit allen zehn Länderprofilen und
weiteren Ergebnissen ist verfügbar unter
Deutschland: www.weenect.com/de/de/lab/katzen-revieranalyse/
Österreich: www.weenect.com/at/de/lab/katzen-revieranalyse/
Schweiz: www.weenect.com/ch/de/lab/katzen-revieranalyse/
*952 Datensätze flossen in die finale Analyse ein, nachdem
fehlerhafte oder unbrauchbare Daten – etwa durch Autofahrten
verfälschte Tracking-Daten – entfernt worden waren.
Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie unter http://bild.ots.at