ÖHV-Veit: Entbürokratisierung darf nicht zum Opfer der Bürokratie werden

Wien (OTS) – „Das Übermaß an Bürokratie, das wir alle in Österreich
Tag für Tag
erdulden, ist ein Verbrechen am Standort. Da werden jeden Tag fast 60
Mio. Euro verbrannt – pro Jahr über 20 Milliarden: Geld, das wir
dringend brauchen!“, kritisiert Walter Veit, der Präsident der
Österreichischen Hotelvereinigung. Er fordert Bund, Länder und
Kammern auf, beim Kampf gegen die Bürokratie ins Tun zu kommen:
„Diese Kosten müssen runter, als erstes Zwischenziel ganz schnell in
den niedrigen einstelligen Milliardenbereich!“

Zwtl.: Bürokratiedschungel voll wucherndem Unkraut

Dass die Bürokratie sich durchs ganze Leben zieht, weiß jede
Österreicherin, jeder Österreicher. Der von Staatssekretär Sepp
Schellhorn vorgelegte Entbürokratisierungsbericht belegt das.
Besonders sauer stoßen die Wirtschaft (mitarbeiterintensiven Hotels
mit vielen Arbeitszeitmodellen noch mehr) das Steuerrecht, die
Lohnverrechnung und die Überweisung kleinteiliger Abgaben an
unterschiedliche Empfänger, die Förder-Gießkanne, die stockende
Digitalisierung der Verwaltung, strapaziöse Behördenwege, die
überlange Bearbeitung von Anträgen, Pflichtmitgliedschaften und
Dokumentationspflichten auf: „All das ist sündteuer und bringt
niemandem was“, so Veit.

Zwtl.: Geld kann nur einmal ausgegeben werden – für Bürokratie oder
sinnvoll

„Jetzt bestätigt eine neue Studie, was alle längst wissen: 20
Mrd. Euro nicht verbrennen heißt 20 Mrd. mehr haben – also das
komplette gesamtstaatliche Defizit. Wir könnten in Wirtschaft und
Soziales investieren. In Klimaanlagen für Schulen“, führt Veit ein
aktuelles Beispiel vor Augen, wie sehr es schadet, wenn Bund, Länder
und Kammern dem Bürokratie-Unkraut beim Wuchern zusehen. Die
Entbürokratisierung ist das erste Opfer des Gerangels um
Zuständigkeiten. Das darf nicht sein“, fordert Veit in einem ersten
Schritt

Once-Only-Prinzip: Daten sollen nur noch einmal erhoben werden
dürfen .

Silent Compliance: Lassen Behörden Fristen verstreichen, gelten
Genehmigungen als erteilt.

Weg mit Doppelgleisigkeiten: Pro Bereich sind nur mehr Bund oder
Land und eine Behörde zuständig.

Die ÖHV ist die unabhängige und freiwillige Interessenvertretung
der Hotellerie in Österreich. Mit rund 1.700 Mitgliedsbetrieben
repräsentiert sie die führenden Leitbetriebe der heimischen Qualitäts
– und Ferienhotellerie und setzt sich für zukunftsorientierte
Rahmenbedingungen, Digitalisierung und einen wettbewerbsfähigen
Tourismusstandort ein. Weitere Pressemeldungen der ÖHV und
Bildmaterial finden Sie unter www.oehv.at/presse

Weitere Pressemeldungen der ÖHV sowie Bildmaterial finden Sie
unter www.oehv.at/presse .