Wien (OTS) – „Man sollte meinen, wer Rekordsummen für Bildung
ausgibt, liefert
auch Rekordergebnisse. Doch der Blick in unsere Klassenzimmer zeigt
genau das Gegenteil: Die Kosten explodieren, während das
Bildungsniveau implodiert. Seit Jahren erleben wir einen
beispiellosen Qualitätsverlust unseres Bildungssystems. Verursacht
durch ideologische Fehlentwicklungen, eine ungelöste Migrationskrise
und mangelnde Integration“, erklärte der freiheitliche
Bildungssprecher NAbg. Hermann Brückl in seinem Debattenbeitrag zum
Budgetkapitel „Bildung“.
Brückl verwies auf die aus seiner Sicht alarmierenden Zahlen des
Bildungsbudgets. Bereits 29 Prozent der Schüler würden die
Mindeststandards in Deutsch und Mathematik nicht erreichen. Fast die
Hälfte der außerordentlichen Schüler schaffe den Wechsel in den
Regelstatus nicht, obwohl jährlich Millionen in Sprachfördermaßnahmen
investiert würden. „Rund 80 Prozent dieser Maßnahmen verpuffen
wirkungslos. Das sind keine statistischen Ausreißer mehr, sondern
Ausdruck einer bildungspolitischen Bankrotterklärung“, kritisierte
Brückl.
Anstatt die Ursachen zu bekämpfen, setze die schwarz-rot-pinke
Bundesregierung ausschließlich auf teure Symptombekämpfung. Millionen
würden in psychosoziales Unterstützungspersonal investiert, um die
Folgen einer verfehlten Zuwanderungspolitik aufzufangen. Gleichzeitig
würden mit einem unkonditionierten Chancenbonus gerade jene Schulen
bevorzugt, die aufgrund massiver Integrationsprobleme vor besonderen
Herausforderungen stünden. „Damit werden ausgerechnet jene
Bundesländer – allen voran Wien – belohnt, die durch ihre linke
Zuwanderungspolitik Ghettoschulen überhaupt erst geschaffen haben.
Gut funktionierende Schulen im ländlichen Raum gehen hingegen leer
aus. SPÖ, ÖVP und NEOS belohnen damit den Abstieg statt den
Aufstieg“, so Brückl.
Auch die Personalsituation an den Schulen bezeichnete der FPÖ-
Bildungssprecher als besorgniserregend. Trotz eines Bildungsbudgets
von rund 13 Milliarden Euro seien 36,5 Prozent der neu aufgenommenen
Lehrkräfte nicht voll qualifiziert. Gleichzeitig sei die Fluktuation
unter jungen Lehrern enorm, weil diese insbesondere an
Brennpunktschulen rasch an ihre Belastungsgrenzen kämen. „Während das
System personell aus den Fugen gerät, fließen weiterhin
Steuermillionen in ideologisch motivierte Woke-Projekte statt in
echte Qualitätsverbesserungen“, kritisierte Brückl.
Auch der forcierte Ausbau der verschränkten Ganztagsschule gehe
in die falsche Richtung. „Damit werden klassische Familienmodelle
bewusst ins Abseits gedrängt und den Eltern ihre Wahlfreiheit
genommen. Das ist nicht unser Verständnis von Bildungspolitik“,
erklärte Brückl.
Die Freiheitlichen fordern daher einen grundlegenden Kurswechsel.
„Wir brauchen eine Bildungspolitik, die Leistung belohnt, Integration
konsequent einfordert und Integrationsunwilligkeit auch entsprechend
sanktioniert. Der Grundsatz muss wieder lauten: Zuerst Deutsch, dann
Schule. Wer dem Unterricht sprachlich nicht folgen kann, bremst die
gesamte Klasse und kann daher nicht im regulären Unterricht
mitgeführt werden“, betonte Brückl.
Ebenso notwendig sei die konsequente Rückbesinnung auf die
Grundkompetenzen Lesen, Schreiben und Rechnen. Verfrühte
Digitalisierungsprojekte lehnt Brückl entschieden ab. „Das gedruckte
Schulbuch muss wieder das Fundament des Unterrichts bilden. Solange
Kinder nicht fehlerfrei schreiben, lesen oder rechnen können, hat ein
Bildschirm im Unterricht nichts verloren. Wenn Lehrer Kindern heute
zuerst erklären müssen, wie man einen Bleistift richtig hält oder mit
einer Schere umgeht, dann zeigt das den dramatischen Zustand unseres
Bildungssystems“, so Brückl.
„13 Milliarden Euro sind kein Freibrief für ideologische
Experimente. Wer eine Schule will, die Wissen vermittelt statt
politisch umerzogen, muss den bildungspolitischen Kurs in Österreich
grundlegend ändern. Dieses System hat abgewirtschaftet und braucht
endlich einen echten Neustart“, betonte Brückl.