FPÖ – Kassegger/Hammerl: „Regierung feiert 4,1 Milliarden Euro Einsparung, dabei rollt Netzkostenlawine auf die Österreicher zu“

Wien (OTS) – „Die schwarz-rot-pinke Regierung verkauft den Menschen
heute eine
angebliche Entlastung bei den Netzkosten. In Wahrheit rühmt sie sich
mit einer möglichen Einsparung von 4,1 Milliarden Euro bis 2040, also
über einen Zeitraum von 14 Jahren. Das sind nicht einmal 300
Millionen Euro pro Jahr. Bei jährlichen Netzkosten von aktuell knapp
drei Milliarden Euro ist das keine Trendwende, sondern
energiepolitisches Klein-Klein“, kritisierten heute die
freiheitlichen Energiesprecher NAbg. Axel Kassegger und NAbg. Paul
Hammerl.

Besonders absurd sei die Selbstbeweihräucherung der
Bundesregierung vor dem Hintergrund der tatsächlichen
Kostenentwicklung. „Österreich hat bereits eine knappe Verdoppelung
der Netzkosten innerhalb der vergangenen acht Jahre hinter sich. Und
bis 2040 droht der nächste massive Kostenschub: Laut Analyse der
international anerkannten e.venture consulting GmbH aus Berlin
steigen die jährlichen Stromnetzkosten in Österreich von rund 2,9
Milliarden Euro im Jahr 2026 auf rund 7,36 Milliarden Euro im Jahr
2040. Allein im Zeitraum 2026 bis 2040 summieren sich die erwarteten
jährlichen Stromnetzkosten damit auf fast 82 Milliarden Euro“,
erklärten Kassegger und Hammerl.

Die von der Bundesregierung präsentierten 4,1 Milliarden Euro an
angeblicher „Netzkostendämpfung“ seien daher in Wahrheit ein
Eingeständnis des eigenen Scheiterns. „Wenn die erwarteten Kosten bis
2040 bei fast 82 Milliarden Euro liegen und die Regierung davon
gerade einmal rund fünf Prozent eindämmen will, dann ist das keine
Entlastungsstrategie. Das ist der Versuch, eine Kostenexplosion
politisch schönzureden“, betonten die FPÖ-Energiesprecher.

Schon heute zeige sich in vielen Netzgebieten, wie dramatisch die
Entwicklung sei. „In Teilen Österreichs zahlen Kunden bereits jetzt
mehr für das Netz als für die Energie selbst. Das ist die direkte
Folge eines aus dem Gleichgewicht geratenen Energiesystems. Wer immer
mehr volatile Stromerzeugung ins System drückt, ohne die Leistbarkeit
mitzudenken, produziert am Ende genau diese Kostenlawine“, so
Kassegger und Hammerl.

Besonders deutlich werde die Entwicklung bei den Netzentgelten
pro Kilowattstunde. „Während die Netzkosten vor wenigen Jahren noch
bei etwa fünf Cent pro Kilowattstunde lagen, werden sie bis 2040 auf
knapp 18 Cent pro Kilowattstunde ansteigen. Das bedeutet nahezu eine
Vervierfachung. Für Haushalte, Gewerbe und Industrie ist das eine
massive Zusatzbelastung. Und was mache die Bundesregierung? Sie
präsentiert eine Mini-Dämpfung als großen Erfolg“, so die beiden FPÖ-
Abgeordneten.

Die FPÖ warnt seit Jahren davor, dass die misslungene
Energiepolitik die Kosten immer weiter in die Höhe treibt. „Nicht
Physik und Ökonomie bestimmen diese Politik, sondern ideologische
Wunschbilder. Die Rechnung bekommen die Bürger, die Betriebe und der
Standort präsentiert. Höhere Netzentgelte, höhere Strompreise und
sinkende Wettbewerbsfähigkeit sind der Grund, dass wir schon über
37.000 Industriearbeitsplätze verloren haben und die Menschen sich
ihr Leben immer weniger leisten können“, kritisierten die beiden FPÖ-
Energiesprecher.

Die Freiheitlichen fordern daher eine echte Entlastungs- und
Versorgungssicherheitsstrategie, mit dem Ausbau grundlastfähiger und
steuerbarer Erzeugung, einer realistische Netzausbauplanung, der
Abschaffung der CO2-Kosten und einem klaren Vorrang der Leistbarkeit
von Energie. „Die Menschen brauchen keine Jubelmeldungen über eine
fünf Prozent Kosmetik. Sie brauchen sichere und günstige Energie. Wer
bei einer drohenden Netzkostenlawine von fast 82 Milliarden Euro bis
2040 eine rechnerische Dämpfung von 4,1 Milliarden Euro als Erfolg
verkauft, hat das Ausmaß des Problems entweder nicht verstanden oder
will es den Österreichern nicht ehrlich sagen“, meinten Kassegger und
Hammerl.