FSME macht keinen Urlaub: Impfschutz rechtzeitig überprüfen

Wien (OTS) – Aktuell treffen Menschen und Zecken wieder häufig
aufeinander: auf
der Liegewiese am See, beim Wandern in mittleren Lagen oder im
eigenen Garten. Ein Zeckenstich lässt sich dabei nicht immer zu
verhindern, wohl aber, dass dieser zu einer potenziell
schwerwiegenden FSME-Erkrankung führt. Wer plant, am Wochenende oder
im Urlaub viel Zeit in der Natur zu verbringen, sollte sicherstellen,
dass der FSME-Impfschutz auf dem aktuellen Stand ist. Das gilt auch
dann, wenn die Reise ins Ausland führt. In vielen anderen
europäischen Ländern gibt es ebenfalls FSME-Endemiegebiete.

Zwtl.: Wo Zecken besonders häufig sind

Zecken lieben jene Aufenthaltsorte, die auch wir bevorzugen, wenn
es warm wird: Waldränder, Wiesen, Gärten und sogar städtische Parks.
Beim Vorbeigehen oder beim Liegen im Gras streifen wir sie ganz
einfach von den Halmen ab. „Da Zecken sich oft unbemerkt unter
unserer Kleidung bewegen, können sie sogar an Stellen stechen, die
gar nicht direkt der Natur ausgesetzt waren“, erläutert Da Zecken
sich oft unbemerkt unter unserer Kleidung bewegen, können sie sogar
an Stellen stechen, die gar nicht direkt der Natur ausgesetzt waren .
Erwachsene werden besonders häufig am Unterkörper oder an den Armen
gestochen, Kindern am Kopf oder am Hals. Wer eine Zecke am Körper
entdeckt, sollte sie so rasch wie möglich entfernen. Das schützt zwar
nicht vor FSME, kann aber helfen, eine Infektion mit der potenziell
nervenschädigenden Borreliose zu vermeiden.(1)

Zwtl.: Bereits über 50 FSME-Infektionen bestätigt

Die Schulferien – und damit die Zeit des Jahres, in der wir uns
besonders häufig im Freien aufhalten – beginnen gerade erst, dennoch
wurden heuer bereits 54 FSME-Infektionen nachgewiesen. Mit Abstand
die meisten gab es in Oberösterreich. (2) Zum Vergleich: 2025 wurden
insgesamt 132 Personen mit FSME hospitalisiert, weitere 26 konnten
ambulant behandelt werden.(3) „ Auch wenn es Hotspots gibt, kann man
in keinem Bundesland und keiner Region wirklich vor FSME sicher sein
“, betont die Expertin. „ Sogar in Wien kommt es immer wieder zu
Infektionen. “

Zwtl.: FSME in Europa weit verbreitet

FSME ist nicht nur in Österreich, sondern in vielen europäischen
Ländern ein relevantes Thema. Ein Blick über die Grenzen zeigt, dass
beispielsweise die Schweiz, viele Gebiete in Süddeutschland,
Tschechien, Slowenien oder sogar Teile von Norditalien Endemiegebiete
sind.(4),(5) , Geradezu als FSME-Hochburg könnte man das Baltikum
bezeichnen. Allein in Litauen wurden 2025 642 Fälle registriert(6),
bei einer Bevölkerungszahl von nicht einmal drei Millionen
Einwohnern. Selbst in Skandinavien und Finnland erkranken Menschen an
dem Virus.(4) „ FSME ist also auch eine wichtige Reiseimpfung “,
meint Hollenstein. „ Die Vorbereitung auf die nächste Reise, selbst
wenn sie nur in Europa stattfindet, bietet somit eine gute
Gelegenheit, um den aktuellen FSME-Impfstatus zu checken. “

Zwtl.: Rechtzeitig auffrischen

Laut österreichischem Impfplan wird die Auffrischungsimpfung für
erwachsene Personen unter 60 Jahren alle fünf Jahre angeraten. Wer
älter ist, sollte sich alle drei Jahre impfen lassen. Idealerweise
sollte man dies bereits vor der FSME-Saison im Jänner oder Februar zu
tun. Wer dies noch nicht erledigt hat, sollte dies spätestens jetzt
nachholen, sofern dieses Jahr eine Impfung ansteht.(7)

Auch bisher Ungeimpfte können sich noch schützen. “ Je nach
geplanten Aktivitäten und Aufenthaltsort kann ein
Schnellimmunisierungsschema sinnvoll sein “, erläutert Expertin
Hollenstein. „ Dabei reichen – abhängig vom verwendeten Impfstoff –
zwei bis drei Dosen innerhalb eines verkürzten Zeitraums aus, um noch
in der aktuellen Saison einen Schutz aufzubauen. “

Aktuell noch nicht geimpft werden kann gegen die ebenfalls von
Zecken übertragene Borreliose. An einem solchen Impfstoff wird
derzeit geforscht.

1. https://www.ages.at/mensch/krankheit/infos-zu-zecken-krankheiten#
c7912 , zuletzt abgerufen am 29. Juni 2026.

2. https://viro.meduniwien.ac.at/forschung/virus-epidemiologie/fsme-
1/ , zuletzt abgerufen am 29. Juni 2026.

3. Virologie der MedUni Wien, VEI 03/26.

4. https://www.ecdc.europa.eu/en/publications-data/notification-rates
-locally-acquired-tick-borne-encephalitis-cases-reported-2019 ,
zuletzt abgerufen am 29. Juni 2026.

5. https://www.bag.admin.ch/de/fruehsommer-meningoenzephalitis-fsme ,
zuletzt abgerufen am 29. Juni 2026.

6. https://tbenews.com/tbe/13-20-9/ , zuletzt abgerufen am 29. Juni
2026.

7. BMASGPK, Impfplan Österreich 2025/2026, Version 1.0 vom 1. Oktober
2025.