Wien (OTS) – KORREKTUR-HINWEIS
Richtiger Titel lautet: „Report“ über Klimaklagen, die Schule machen
Yilmaz Gülüm präsentiert den „Report“ am Dienstag, dem
30. Juni 2026,
um 21.05 Uhr in ORF 2 mit folgenden Themen:
Klimaklagen machen Schule
Die längste Juni-Hitzewelle seit Messbeginn hält Österreich fest
im Griff. Doch die Regierung kommt beim Klimaschutz nicht in die
Gänge. Experten warnen: Wenn es so weitergeht, werden wir die
Klimaziele deutlich verfehlen. Auch deshalb gehen immer mehr
Bürger:innen dazu über, Klimaschutz selbst einzuklagen. Eine
Landwirtin in der Steiermark wehrt sich gegen die Versiegelung einer
guten Ackerfläche für eine Transitstraße. Und eine Ärztin in
Niederösterreich hat das Recht erstritten, eine PV-Anlage auf ihr
Haus zu montieren. Österreichs prominentester Klimakläger Mex Müllner
wartet hingegen noch auf sein Urteil vom Europäischen Gerichtshof für
Menschenrechte. Er leidet an MS, was dazu führt, dass er bei großer
Hitze wie gelähmt ist und einen Rollstuhl braucht. Vor über fünf
Jahren hat er geklagt und wirft Österreich vor, wirksame
Klimaschutzmaßnahmen zu versäumen. Sein Urteil wird heuer erwartet
und gilt europaweit als wegweisend. Barbara Krivanek und Sabina Riedl
haben einige Klagende getroffen.
Live im Studio: Klima-Ökonomin Sigrid Stagl
Arme Gemeinden, reiche Gemeinden
Österreich hat mehr als 2.000 Gemeinden. Jede zweite gibt mehr
Geld aus, als sie einnimmt, kann daher ihre Ausgaben nicht mehr
allein stemmen und hat Schulden – auch, weil die Summen, die die
Gemeinden den Bundesländern etwa für Spitäler und soziale
Einrichtungen zahlen, rasant steigen. Schuld daran sind Inflation und
Energiekrise – aber auch hausgemachte Probleme belasten die Budgets.
Etwa Gesetze, die Bund und Länder beschließen – zahlen müssen das
dann aber die Gemeinden. Das ärgert Bürgermeister, wie Ulla Kramar-
Schmid sowohl in einer schuldenfreien wie auch in einer verschuldeten
Gemeinde gehört hat.
Konversionstherapien: Das verschleppte Verbot
Sie sind gefährlich, sie passieren im Verborgenen und doch sind
sie nicht verboten: Konversionstherapien, also die versuchte
Veränderung der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität
durch mehr oder weniger seriöse Behandlungsmethoden. Eigentlich haben
sich alle fünf Parteien im Parlament bereits zweimal für ein Verbot
dieser Therapien ausgesprochen, auch im Regierungsprogramm ist das
Vorhaben verankert. Umgesetzt ist es aber immer noch nicht. Warum das
so ist, haben Patrick Gruska und Miriam Ressi recherchiert.
Leben am Limit – Hilfe für Alleinerziehende
Ein Drittel der Alleinerzieherinnen in Österreich bekommt keinen
Unterhalt, weil die Väter kein Einkommen haben oder nicht auffindbar
sind. Die Sozialministerin legt deshalb ab 1. Juli einen
Unterhaltsgarantiefonds auf, der mit 35 Millionen Euro dotiert ist.
240 Euro gibt’s für alleinerziehende Eltern pro Kind pro Monat.
Besser als nichts, aber bei Weitem nicht ausreichend angesichts der
krisenbedingten Teuerung, sagen Expertinnen und Experten. Um alle
Kinder, die derzeit keinen Unterhalt bekommen, zu versorgen, würde es
120 Millionen Euro im Jahr brauchen. Dazu konnte sich die Koalition
nicht durchringen. Dabei hat die OECD berechnet, dass die Folgekosten
von Kinderarmut den Staat mit über 17 Milliarden Euro pro Jahr
belasten. Was wurde aus den vollmundigen Wahlversprechungen der SPÖ,
Kinderarmut wirksam zu bekämpfen? Laura Franz und Sabina Riedl
berichten.