AK-Kunstpreis 2026: Drei herausragende Kunstschaffende für ihre Beiträge zu Arbeitswelten ausgezeichnet

Linz (OTS) – Seit dem Jahr 2000 vergeben die Arbeiterkammer
Oberösterreich und die
Kunstuniversität Linz gemeinsam den AK-Kunstpreis für künstlerische
Arbeiten, die sich mit der Arbeitswelt und ihren gesellschaftlichen
Auswirkungen auseinandersetzen. Im Mittelpunkt der diesjährigen
Ausschreibung standen Themen wie Künstliche Intelligenz, ökosoziale
Gerechtigkeit, New Work sowie soziale Inklusion und Diversität. Tolga
Karaarslan, Anna Weberberger und Alessandro Ambrosini überzeugten die
Jury mit ihren Arbeiten durch gesellschaftliche Relevanz, starke
Bildsprache und eindrucksvolle inhaltliche Tiefe.

Die Arbeiterkammer Oberösterreich setzt sich unter anderem für
die kulturelle Teilhabe aller Menschen ein. Ein Prinzip, das bereits
1920 im Arbeiterkammergesetz verankert wurde. Kunst und Kultur sind
wesentlich für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. „ Kunst kann
gesellschaftliche Entwicklungen sichtbar machen und Diskussionen
anstoßen. Mit dem AK-Kunstpreis prämieren wir gemeinsam mit der
Kunstuniversität Linz herausragende Projekte, die sich kritisch mit
der Arbeitswelt auseinandersetzen. Ich gratuliere den
Preisträger:innen herzlich zu ihren Arbeiten “, so AK-Präsident
Andreas Stangl.

Drei Arbeiten, drei Perspektiven auf die Arbeitswelt
Mit dem ersten Preis in Höhe von 2.500 Euro wird Tolga Karaarslan für
seinen Film „Baba, Ne Yapmayi Düşünüyorsun? / Baba, what’s your
plan?“ ausgezeichnet. Die Dokumentation begleitet einen ehemaligen
Gastarbeiter, der nach jahrzehntelanger körperlicher Arbeit und einer
Krebserkrankung auf die Bewilligung seiner Invaliditätspension
wartet. Gemeinsam mit seinem Sohn blickt er auf ein Leben zurück, das
von Migration, Arbeit, Krankheit und Fürsorge geprägt ist. Der Film
gewährt einen bewegenden und intimen Einblick in ein persönliches
Schicksal, das stellvertretend für viele Migrationsgeschichten steht
und Fragen nach Anerkennung, sozialer Absicherung und Gerechtigkeit
aufwirft.

Den zweiten Platz, dotiert mit 1.500 Euro, erhält Anna
Weberberger für ihre Arbeit „Hüte“. Im Mittelpunkt des Projekts steht
die Frage, welchen Schutz Menschen in einer zunehmend automatisierten
Arbeitswelt benötigen. Die verwendeten Materialien beziehen sich auf
das ehemalige Eisenwerk Völklinger Hütte und stehen zugleich für
Solidarität, Schutz und Individualität. Der dritte Platz und 1.000
Euro Preisgeld gehen an Alessandro Ambrosini für seine Videospiel-
Installation. Diese setzt sich kritisch mit Kontrolle, Leistungsdruck
und KI-gestützter Überwachung in modernen Arbeitswelten auseinander.

Ausgezeichnete Kunstwerke setzen wichtige Denkanstöße
Die diesjährigen Gewinner:innen verdeutlichen eindrucksvoll das
Potenzial zeitgenössischer Kunst, soziale Fragen sichtbar zu machen
und neue Perspektiven auf Arbeit, Zusammenhalt und gesellschaftlichen
Wandel zu eröffnen. Die Arbeiterkammer Oberösterreich bedankt sich
bei allen Teilnehmer:innen und gratuliert den Preisträger:innen ganz
herzlich.

Ein druckfähiges Foto finden Sie hier .

Bildtext: (v.l.n.r.) Wolfgang Gerstmayer (Kammerrat der AK OÖ),
AK-Kunstpreisträger:innen Alessandro Ambrosini (3. Preis), Tolga
Karaarslan (1. Preis), Anna Weberberger (2. Preis).
Fotocredit: Mark Sengstbratl