FPÖ – Kainz: „Verfehlen des Autarkieziels beim Bundesheer ist sicherheitspolitisch fahrlässig“

Wien (OTS) – Ein heute veröffentlichter Bericht des
Ö1-„Morgenjournals“, wonach
das Bundesheer das vor fünf Jahren ausgegebene Ziel zur vollständigen
Autarkie seiner Einrichtungen massiv verfehlt, sorgte bei FPÖ-
Zivilschutzsprecher NAbg. Alois Kainz für scharfe Kritik. Anstatt der
geplanten 94 autarken Einrichtungen seien Ende 2025 nur 39
versorgungsunabhängig gewesen, mittlerweile sollen es 59 sein. „Man
kann das nur als Versagen von ÖVP-Verteidigungsministerin Tanner
bewerten. Dass Jahre nach der Zielsetzung nicht einmal zwei Drittel
der Kasernen autark sind, ist grob fahrlässig“, erklärte Kainz.
Dieses Versäumnis sei umso gravierender, als die Bedrohung durch ein
Blackout oder andere Krisenszenarien realer sei denn je.

Kainz erinnerte daran, dass die Freiheitlichen seit Jahren auf
diesen Missstand hinweisen: „Ich habe in den letzten Jahren
zahlreiche parlamentarische Anfragen an ÖVP-Ministerin Tanner zur
Autarkie der Kasernen und zur Blackout-Vorsorge eingebracht. Die
Antworten haben bereits gezeigt, dass in diesem so wichtigen Bereich
kaum etwas weitergeht. Jetzt bestätigt der Bericht schwarz auf weiß,
was wir längst vermutet haben: Die Regierung kommt im Schneckentempo
voran und hat die Lage absolut nicht im Griff. Diese Ignoranz
gegenüber unseren Warnungen ist unverantwortlich.“

Kainz betonte, dass die Autarkie militärischer Liegenschaften ein
wesentliches Schlüsselelement für die Sicherheit unserer Heimat und
unserer Bevölkerung sei. Es brauche daher mehr Tempo bei deren
Umsetzung: „Dass nur 59 Einrichtungen autark sind, muss als
Alarmsignal gewertet und von Verteidigungsministerin Tanner endlich
ernst genommen werden. Die Zeit des Aufschiebens und der Ausreden
muss vorbei sein.“