Wien (OTS) – Seit dem Start des österreichweiten Hitzetelefons am 21.
Juni haben
sich bereits 400 Menschen an die kostenlose Beratung des
Gesundheitsministeriums gewandt. Die erste Zwischenbilanz zeigt einen
deutlichen Zusammenhang zwischen den Außentemperaturen und dem
Informationsbedarf der Bevölkerung: Die meisten Anrufe gingen während
der ersten Hitzewelle Ende Juni ein, als die Temperaturen besonders
hoch waren, Schulen noch geöffnet waren und die Urlaubssaison noch
nicht begonnen hatte. An den fünf stärksten Tagen zwischen dem 22.
und 27. Juni gingen insgesamt 187 Anrufe ein – im Durchschnitt knapp
32 pro Tag. Den Tageshöchstwert verzeichnete das Hitzetelefon am 26.
Juni mit 40 Anrufen.
„Die ersten Wochen zeigen deutlich, dass viele Menschen den
Umgang mit Hitze ernst nehmen und sich rechtzeitig informieren
möchten. Besonders häufig geht es um die Frage, wie sich Wohnräume
möglichst kühl halten lassen, woran man gesundheitliche Warnzeichen
erkennt und wie ältere Angehörige oder andere gefährdete Personen gut
durch heiße Tage kommen“, sagt Andrea Schmidt, Leiterin der Abteilung
Klimaresilienz und One Health am Kompetenzzentrum Klima und
Gesundheit an der Gesundheit Österreich (GÖG).
Das Hitzetelefon des Gesundheitsministeriums wird heuer erstmals
von der Gesundheit Österreich (GÖG), dem nationalen Public-Health-
Institut, betrieben. Es vermittelt praktische Informationen zum
Umgang mit Hitze, stärkt die Gesundheitskompetenz der Bevölkerung und
macht verlässliche Informationen zum Hitzeschutz leicht zugänglich.
Zu den häufigsten Themen zählen neben der Kühlung von Wohnungen
Fragen zum richtigen Verhalten bei großer Hitze, zum Schutz besonders
gefährdeter Menschen sowie zu Kindern, Veranstaltungen und Arbeit bei
Hitze. Auch die Abgrenzung zwischen allgemeiner Information und
medizinischer Beratung beschäftigt viele Anrufer. Die Gespräche
dauerten im Durchschnitt rund dreieinhalb Minuten. Bei komplexeren
Fragestellungen – etwa zum Schutz besonders gefährdeter Personen –
nahmen sich die Expertinnen und Experten auch deutlich mehr Zeit.
Einzelne Beratungen dauerten über zehn Minuten.
Gesundheitsministerin Korinna Schumann betont: „Hitze ist längst
zu einer der größten gesundheitlichen Herausforderungen der
Sommermonate geworden. Das Hitzetelefon bietet rasch, kostenlos und
unkompliziert Orientierung und unterstützt die Menschen dabei,
Risiken frühzeitig zu erkennen und sich wirksam zu schützen.“
Auch das Informationsangebot auf dem öffentlichen
Gesundheitsportal gesundheit.gv.at wurde während der Hitzewelle
intensiv genutzt. Die Hitzeseiten des Gesundheitsportals wurden in
diesem Jahr bereits 10.400 Mal aufgerufen. Besonders gefragt waren
Informationen zu Hitzschlag, gefolgt von den Beiträgen “ Der richtige
Umgang mit Hitze ” sowie “ Hitzewarnungen & Hitzeschutzpläne ”.
Zwtl.: Die Hotline
Hitzetelefon : 0800 880 800
kostenlos aus ganz Österreich
Montag bis Freitag: 6.00 bis 22.00 Uhr
Samstag: 8.00 bis 20.00 Uhr
Sonntag und Feiertage: 8.00 bis 18.00 Uhr
Die Hotline wird von der Gesundheit Österreich betrieben,
finanziert aus Mitteln der Agenda Gesundheitsförderung.
Zwtl.: Wichtig: Die richtige Nummer wählen
Das Hitzetelefon bietet allgemeine Informationen und Beratung
rund um Hitze und Hitzeschutz.
Bei gesundheitlichen Beschwerden oder medizinischen Fragen steht
rund um die Uhr die telefonische Gesundheitsberatung 1450 zur
Verfügung.
Bei akuten medizinischen Notfällen – etwa Bewusstlosigkeit,
Atemnot oder schweren Kreislaufproblemen – ist sofort die Rettung
unter 144 zu verständigen.