Zwei junge Universitäten gehen neue Wege in der Hochschullandschaft

Linz (OTS) – Die Interdisciplinary Transformation University (IT:U)
und die
Technische Universität Nürnberg (UTN) stehen für neu gedachte
Universitätsmodelle: Gegründet in den 2020er-Jahren verfolgen beide
den Anspruch, Wissenschaft, Lehre und Organisation jenseits
klassischer Fakultätsstrukturen neu zu gestalten. Nun wurde in Linz
eine gemeinsame Vereinbarung für das Erasmus+ Mobilitätsprogramm
unterzeichnet.

Beide Universitäten haben den gesetzlichen und gesellschaftlichen
Auftrag, neue Wege und Strukturen in der Ausgestaltung von
universitärer Lehre, Forschung und Transfer im Zeitalter der
Digitalisierung und der Künstlichen Intelligenz (KI) zu erproben. Die
intensiven Gespräche in Linz Ende April machten zentrale
Gemeinsamkeiten der Aufbauarbeit deutlich: hohe Belastung, die aus
der gleichzeitigen Bewältigung von Aufbauprozessen und wachsendem
Realbetrieb resultiert, sowie die damit verbundene Herausforderung,
diese komplexe Situation nach außen zu vermitteln.

Gleichzeitig bestand ein klares gemeinsames Bekenntnis dazu,
exzellente Forschung, Wissens- und Technologietransfer sowie Lehre
gleichermaßen zu stärken und interdisziplinäres Lernen gezielt zu
fördern. Ebenso wurde das Ziel unterstrichen, resiliente und agile
Governance-Strukturen zu etablieren, die Forschung und Lehre in einer
sich dynamisch verändernden Welt nachhaltig unterstützen. Mit der
Unterzeichnung einer interinstitutionellen Erasmus+ Vereinbarung am
IT:U Research Campus in Linz haben die beiden Universitäten den
Grundstein für ihre Zusammenarbeit gelegt. Diese soll mit dem
Austausch erster Promovierender beider Gründungsuniversitäten
beginnen.

IT:U Gründungspräsidentin Stefanie Lindstaedt zog folgendes
Resümee: „Die entscheidende Herausforderung ist, neue institutionelle
Modelle so in der Realität zu verankern, dass sie nicht wie ihre
Vorgänger erstarren, sondern dauerhaft agil, mutig und lernfähig
bleiben. Im intensiven Austausch mit dem Leitungsteam der UTN konnten
wir die Herausforderungen, die mit dem Aufbau komplett neuer
Universitäten einhergehen, gemeinsam beleuchten und den Grundstein
dafür legen, diese künftig miteinander voranzutreiben.“

Michael Huth, Gründungspräsident der UTN, ordnete den Besuch so
ein: „Als neu gegründete Universität profitieren wir erheblich vom
regelmäßigen Austausch mit anderen Gründungsprojekten oder mit
Universitäten, die binnen einiger Jahrzehnte nach Gründung
international exzellent aufgestellt sind. Die IT:U ist für uns durch
ihr angestrebtes Profil und ihren rechtlichen Rahmen ein sehr
interessanter Austauschpartner, da wir dadurch die Effektivität
unserer jeweiligen Aufbauarbeit miteinander erhöhen können. Zugleich
führt das Verstehen unserer Unterschiede auch dazu, unsere eigene
Strategie und Profilbildung zu prüfen und zu validieren. Wir freuen
uns auf die nächsten gemeinsamen Aktivitäten.“