Zorba/Disoski: EU-Verbot von KI-Deepfake-Anwendungen ist wichtiger Schritt gegen digitale Gewalt

Wien (OTS) – Die Grünen begrüßen die Einigung auf EU-Ebene zum Verbot
von KI-
Anwendungen, mit denen sexualisierte Deepfakes erstellt werden
können. „Endlich liefert die EU klare Regeln gegen die dunkle Seite
der Künstlichen Intelligenz. Gerade im digitalen Raum braucht es
gerechte und wirksame Regeln, die Betroffene schützen statt Täter zu
stärken. Das Verbot ist ein wichtiger Erfolg auf europäischer Ebene”,
sagt Süleyman Zorba, Digitalsprecher der Grünen und betont: „Umso
ernüchternder bleibt der Befund für Österreich: Die Bundesregierung
hat bis heute keine nationale KI-Behörde benannt, obwohl diese laut
AI-Act seit August 2025 verpflichtend ist. Seit Monaten streiten die
Regierungsparteien intern über die Zuständigkeit, statt endlich zu
liefern. Das Ergebnis: Stillstand.“

Frauensprecherin Meri Disoski betont die Bedeutung der Einigung
für den Schutz von Frauen und Kindern im Netz: „KI-Tools, die Frauen
digital entkleiden, ihnen Worte in den Mund legen oder sie in
pornografische Inhalte montieren, haben in keinem App-Store dieser
Welt etwas verloren. Digitale Gewalt ist reale Gewalt. Das Leid der
Betroffenen ist real, die Demütigung ist real, der Vertrauensverlust
ist real. Dass die EU hier nun klare Grenzen zieht und auch Inhalte
mit sexuellem Kindesmissbrauch ausdrücklich erfasst, ist ein
wichtiger Schritt.”