Zierfuß/Korosec: Alarmierender Mangel an Schulärzten – SPÖ und Neos dürfen nicht länger wegschauen

Wien (OTS) – Die heute von der Ärztekammer aufgezeigte „krasse
Unterversorgung“
mit Schulärzten in Wien bestätigt die jahrelange Kritik der Wiener
Volkspartei. „Es ist völlig unverständlich, dass in einer Stadt wie
Wien offenbar 130 Pflichtschulen mit über 35.000 Kindern ohne
regelmäßige ärztliche Betreuung auskommen müssen. Der Befund der
Ärztekammer ist ein Alarmzeichen, das im Rathaus nicht länger
ignoriert werden darf“, betont Klubobmann Bildungssprecher Harald
Zierfuß.

Laut § 45 des Wiener Schulgesetzes hat die Gemeinde Wien zur
Erfüllung aufgrund schulrechtlicher Vorschriften für jede Schule eine
Schulärztin oder einen Schularzt zu bestellen. Schulärzte übernehmen
im öffentlichen Auftrag eine wichtige gesundheitspolitische Aufgabe,
indem sie sich vorrangig der Prävention von Krankheiten sowie der
Gesundheitsvorsorge und damit der Erziehung von Schülerinnen und
Schülern zu einem gesunden Lebensstil widmen.

Wie auch eine Anfrage der Wiener Volkspartei an Stadtrat Hacker
gezeigt hat, sei alleine in der letzten Legislaturperiode die Zahl
der Schulärzte von 58 (2020) auf 42 (2025) gesunken (bei insgesamt
446 Pflichtschulen in Wien) .

„Gerade in Zeiten, in denen die Herausforderungen zunehmend
größer werden, ist das Fehlen von Schulärzten ein untragbarer
Zustand. Wenn die Stadtregierung hier nicht endlich handelt,
gefährdet sie die Gesundheit und Zukunft unserer Kinder. So kann und
darf es nicht weitergehen“, so die Gesundheitssprecherin der Wiener
Volkspartei, Gemeinderätin Ingrid Korosec.

Die Wiener Volkspartei fordert daher in diesem Zusammenhang
seitens der SPÖ-Neos-Stadtregierung ein umfassendes Maßnahmenpaket,
um diesen Missstand zu beheben. „Die Ärztekammer hat den Finger heute
klar in die Wunde gelegt. Jetzt ist die SPÖ-Neos-Stadtregierung
gefordert, Verantwortung zu übernehmen“, so Zierfuß und Korosec
abschließend.