St. Pölten (OTS) – Im Vorfeld der Veranstaltung „Zero Project
Unternehmensdialog“ am 1.
Dezember in der Straßenmeisterei Krems informierte Landesrätin
Susanne Rosenkranz heute gemeinsam mit Nationalratspräsident Dr.
Walter Rosenkranz und Martin Essl, Gründer der Essl Foundation, über
die erfolgreiche Inklusion von Menschen mit Behinderung im
Arbeitsalltag. Beim „Zero Project Unternehmensdialog“ in Krems geht
es unter anderem um die Vorstellung von Projekten der MAG Menschen
und Arbeit GmbH, um gelebte Inklusion, den Abbau von Barrieren sowie
um bessere Rahmenbedingungen für die Betroffenen.
„Diese Idee weiterzutragen, ist eine Aufgabe jener Menschen, die
in der Öffentlichkeit stehen“, sagte Susanne Rosenkranz, die auch
betonte: „Leider haben viele Menschen immer noch gewisse Vorbehalte.
In diesem Zusammenhang ist es wichtig, Schranken abzubauen und
Unternehmern die Ängste zu nehmen, indem wir ‚Best-Practice-
Beispiele‘ präsentieren, die bereits gut funktioniert haben. Es geht
auch darum, die Talente und Stärken dieser Menschen für das eigene
Unternehmen zu nutzen.“
Die Erfolgsquote sei gut, viele Menschen mit Handicap würden nach
sechs Monaten übernommen, sprach die Landesrätin einen weiteren
Aspekt an. „Bei diesen Projekten geht es darum, für die Menschen den
richtigen Arbeitsplatz zu finden. Die Betriebe werden in der
Anfangsphase unterstützt, und das Land Niederösterreich übernimmt
einen Teil der Lohnkosten.“ Ein großer Bereich, der vom Land
Niederösterreich und vom Arbeitsmarktservice unterstützt werde, seien
zudem die „überbetrieblichen Werkstätten“, in denen Jugendliche eine
Lehre absolvieren können, so Susanne Rosenkranz.
Nationalratspräsident Dr. Walter Rosenkranz bezeichnete sich als
großen Fan des Zero Projects. „Viele Menschen mit Behinderung werden
von der Gesellschaft in ihrer positiven Entwicklung behindert, wenn
es um ihre Talente und Fähigkeiten geht“, sagte er. Das Parlament in
Wien sei zu fast 100 Prozent barrierefrei, dennoch gebe es auch hier
„Luft nach oben“. Sämtliche relevanten Gruppen der Gesellschaft
hätten ein Format und einen Platz im Parlament, erinnerte er u. a. an
das Kinder- und Jugendparlament, das Schülerparlament,
Blaulichtorganisationen oder den Seniorenrat. Was es bisher noch
nicht gebe, sei ein Behindertenparlament. Inspiriert vom Zero Project
habe er deshalb den Auftrag gegeben, im Jahr 2026 erstmals ein Format
mit dem Arbeitstitel „Behindertenparlament“ zu starten.
Martin Essl, Gründer der Essl Foundation und Initiator der Zero
Project Unternehmensdialoge, führte aus: „Die UN-Konvention über die
Rechte von Menschen mit Behinderungen wurde von Österreich und mehr
als 180 Ländern ratifiziert. Darin ist festgehalten, dass jeder
Mensch – ob mit oder ohne Behinderung – die gleichen Möglichkeiten in
der Gesellschaft haben muss. Die Ratifizierung verpflichtet jedes
Land, dafür Sorge zu tragen, dass die Rahmenbedingungen für diese
Zielsetzung vorhanden sind.“
Das Zero Project ist international anerkannt für seine Arbeit zur
Stärkung der Rechte von Menschen mit Behinderungen und deren
Inklusion am Arbeitsmarkt. Ziel der Zero Project Unternehmensdialoge
ist es, Best-Practice-Beispiele aus Wirtschaft und Gesellschaft
vorzustellen und den Dialog zwischen Politik, Unternehmen und
Zivilgesellschaft zu fördern.
Weitere Informationen: Büro LR Susanne Rosenkranz, Elisabeth
Schmidt, Pressereferentin Mobil: 0676/812 13 797, E-Mail
[email protected] , bzw. MAG Menschen und Arbeit GmbH,
Leitung Öffentlichkeitsarbeit Justyna Frömel, Bakk. phil., MA,
Telefon 0676/81216419. E-Mail [email protected] ,
https://www.menschenundarbeit.at