Wien (OTS) – Phishing-Attacken sind das Einfallstor für viele
kriminelle
Machenschaften im Internet. Die Methoden werden immer raffinierter
und die Schadenssummen immer höher. Aus diesem Grund starten heute
zum zweiten Mal die Schwerpunkttage #10TageGegenPhishing, getragen
von einem starken Bündnis aus Bundesministerium für Inneres (
Bundeskriminalamt), Österreichischer Post AG, A1 Telekom Austria, den
österreichischen Banken, Watchlist Internet sowie der PSA Payment
Services Austria GmbH.
Zehn Tage lang stehen Phishing-Fallen, neue Maschen der
Täterinnen und Täter sowie Tipps zum Schutz im Fokus. Verstärkung
erhalten die Aktionstage mit Fortsetzung der Awarenesskampagne
„Phishen Impossible!“, die die Inhalte auf unterhaltsame Art
vermittelt und einprägsam macht.
Enge Kooperation im Kampf gegen Cybercrime
Bereits im vergangenen Jahr wurde bei der Auftaktsveranstaltung
der Kampagne im Innenministerium die Bedeutung von enger Kooperation
im Kampf gegen Phishing hervorgehoben. Die Zusammenarbeit zwischen
Sicherheitsbehörden, Banken, Telekommunikationsanbietern und weiteren
Partnern zeigte Wirkung: 2024 konnte im Bereich der Internet-
Kriminalität ein deutlicher Rückgang um 6,8 Prozent im Vergleich zu
2023 erzielt werden, mit einer Aufklärungsquote von 31,7 Prozent.
„Cybercrime ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit.
Wir begegnen ihr mit klarer Strategie, moderner Ermittlungsarbeit und
starker Prävention. Die Plattform gegen Phishing ist ein Beispiel
dafür, wie Zusammenarbeit Sicherheit schafft. Unsere Kampagne zeigt,
dass wir Prävention als langfristige, strategische Aufgabe
verstehen“, erklärte der Direktor des Bundeskriminalamts, Andreas
Holzer.
Schwerpunkte der neuen Kampagne
Die Zusammenarbeit wird mit der zweiten Auflage von „Zehn Tage
gegen Phishing“ intensiviert. Im Fokus stehen besonders verbreitete
Formen des Phishing-Betrugs wie Telefonbetrug, Treuepunktbetrug,
Identitätsdiebstahl per E-Mail oder die Paketdienst-Masche.
Jeder Tag der Kampagne stellt eine weit verbreitete Falle in den
Mittelpunkt – repräsentiert mit Videospots sowie Social-Media-
Aktivitäten, die eine breites Bewusstsein schaffen sollen.
Stimmen aus der Privatwirtschaft
Franz Rudorfer, Geschäftsführer der WKÖ-Bundessparte Bank und
Versicherung, hebt hervor: „Für Österreichs Banken hat IT- und Cyber-
Security höchste Priorität. Wirksamer Schutz erfordert enge
Zusammenarbeit über Branchengrenzen hinweg. Die Plattform von
Expertinnen und Experten gegen Phishing ermöglicht den so wichtigen
Austausch und stärkt zugleich das Bewusstsein dafür in der
Bevölkerung. Ziel ist, Phishing und anderen Cyberbedrohungen stets
einen Schritt voraus zu sein, zum bestmöglichen Schutz der Kundinnen
und Kunden.“
„Aufmerksamkeit und Basiswissen über aktuelle Fallen sind ein
entscheidender Schutz vor Internetbetrug. Dazu leisten wir mit der
Watchlist Internet seit mehr als zehn Jahren mit aktuellen
Warnmeldungen einen Beitrag. Ich freue mich, dass sich mittlerweile
so viele Akteure der Prävention dem Internetbetrug verschrieben
haben“, betonte Bernhard Jungwirth, Geschäftsführer des
Österreichischen Instituts für angewandte Telekommunikation.
Natascha Kantauer-Gansch, Vorstandsmitglied und CCO der A1
Telekom Austria AG, fügte hinzu: „Phishing ist eine reale Bedrohung
für alle Altersgruppen – deshalb engagieren wir uns bei A1 für
digitale Aufklärung und Sicherheit. Unsere Teilnahme an der Kampagne
‚Zehn Tage gegen Phishing‘ ist ein weiterer Schritt, um Bewusstsein
zu schaffen und Menschen zu befähigen, sich sicher im digitalen Raum
zu bewegen. Mit der A1-Seniorenakademie unterstützen wir seit über 13
Jahren die Generation 60+ dabei, digitale Kompetenzen zu erlernen und
selbstbewusst online zu agieren. Gleichzeitig helfen wir mit dem A1
digital.campus jungen Menschen, Erziehungsberechtigten und Lehrenden
durch kreative Workshops in den Bereichen Programmierung, Robotik und
Medienkompetenz. Und für all jene, die sich in keinem unserer Kurse
wiederfinden, haben wir unter www.A1.net/sicherheitsportal die
aktuellsten Bedrohungen zusammengefasst und leisten so einen aktiven
Beitrag zur digitalen Bildung und Sicherheit – für Jung und Alt.“
Generaldirektor und Vorstandsvorsitzender der Österreichischen
Post AG, Walter Oblin, sagte: „Die Sicherheit unserer Kundinnen und
Kunden steht für uns an oberster Stelle. Als zentrale Akteurin im
digitalen Alltag und Marktführerin im Paketbereich sind wir uns der
Verantwortung bewusst, das Bewusstsein für die Gefahren von Phishing
zu schärfen und unsere Kundinnen und Kunden bestmöglich zu schützen.
Wir empfehlen daher, die Online-Services der Post ausschließlich über
unsere offiziellen Kanäle – nämlich die Post-App und post.at – zu
nutzen. Im Zweifel lohnt sich immer ein Check der Sendungsnummer in
der Post-Sendungsverfolgung. Gemeinsam mit unseren Partnerinnen und
Partnern aus Behörden, Banken und der IT-Branche setzen wir alles
daran, kriminellen Machenschaften entschlossen entgegenzutreten.“
„Die Plattform gegen Phishing hat sich in den vergangenen zwei
Jahren zu einem starken Netzwerk entwickelt. Das gemeinsame
Engagement von Banken, Sicherheitsbehörden und immer weiteren
Partnern zeigt, wie wirksam Zusammenarbeit im Kampf gegen Online-
Betrug sein kann“, ergänzte David Ostah, Geschäftsführer der PSA
Payment Services Austria GmbH, und betonte: „Mit der Fortsetzung
unserer Awareness-Kampagne ‚Phishen Impossible‘ setzen wir bewusst
auf Information statt Abschreckung. Jede und jeder kann von einem
Phishing-Angriff betroffen sein. Umso wichtiger ist eine
Sensibilisierung ohne Angstmache. Wir möchten Menschen mit Humor und
Realitätsnähe erreichen und so nachhaltig Bewusstsein für die
Wirkungsweise von Betrugsmaschen schaffen. Als Zahlungsdienstleister
wickelt die PSA jährlich rund dreieinhalb Milliarden Transaktionen ab
– Prävention und Sicherheit gehören damit zu unseren zentralen
Aufgaben und sind Teil unserer gesellschaftlichen Verantwortung.“
Tipps der Kriminalprävention
Phishing bedeutet das Abfischen sensibler Daten wie Passwörter,
Bank- oder Kreditkartendaten über gefälschte Webseiten, E-Mails, SMS
oder Telefonanrufe. Die Folge sind oft Schäden im fünf- bis
sechsstelligen Bereich, die sowohl Privatpersonen als auch
Unternehmen treffen können. Das Bundeskriminalamt empfiehlt daher:
–
Folgen Sie keinen Links in E-Mails oder SMS, die zur Eingabe
persönlicher Daten auffordern.
–
Geben Sie niemals Passwörter, TANs oder Ausweiskopien an
unbekannte Absenderinnen und Absender weiter.
–
Nutzen Sie ausschließlich offizielle Apps und Webseiten von
Banken, Post oder Dienstleistern.
–
Bei Verdacht kontaktieren Sie sofort Ihre Bank, den angeblichen
Absender oder die Polizei.
Weitere Informationen, aktuelle Phishing-Beispiele sowie ein
Meldeformular für neue Betrugsmaschen finden Sie auf der Watchlist
Internet ( www.watchlist-internet.at ). Alle Inhalte und
Informationen zur Awareness-Kampagne „Phishen Impossible“ finden Sie
unter: www.phishen-impossible.at/ .