Wien/Linz (OTS) – „Emmi AI macht vor, wie erfolgreiche
Wachstumsgeschichten aus
Österreich aussehen können: wissenschaftliche Exzellenz,
unternehmerischer Mut, internationale Investoren und ein klarer
industrieller Anwendungsfall. Dieser Deal ist ein Ausrufezeichen für
Österreichs Startup-Standort und zeigt, dass Österreich Deep-Tech
kann. Und er zeigt, dass aus Forschung, Förderung und Gründergeist
echte internationale Erfolgsgeschichten entstehen können“ , so die
für Startups zuständige Staatssekretärin Elisabeth Zehetner.
Die Übernahme des Linzer KI-Startups Emmi AI durch das
französische Unternehmen Mistral AI sei ein starkes Signal für den
österreichischen Innovations- und Technologiestandort. Emmi AI wurde
2024 als Spin-off der Johannes-Kepler-Universität Linz gegründet und
entwickelt KI-gestützte Simulationsmodelle für industrielle
Anwendungen, etwa in den Bereichen Strömungsmechanik, Mehrphysik und
Festkörpermechanik. Bereits 2025 konnte das Unternehmen eine Seed-
Finanzierung in Höhe von 15 Millionen Euro abschließen, damals die
größte Frühphasenfinanzierung eines österreichischen Startups. „Das
Entscheidende ist: Hier wird nicht nur ein österreichisches Startup
verkauft, hier entsteht ein neuer europäischer KI-Standort in
Österreich. Wenn Know-how, Team und Wachstumsperspektive am Standort
bleiben und Linz als europäischer Knotenpunkt für Industrial AI
gestärkt wird, ist das ein Gewinn für den gesamten Standort“ , betont
Zehetner.
Besonders relevant sei der Deal auch mit Blick auf Europas
digitale Souveränität. Mistral AI gilt als einer der wichtigsten
europäischen Akteure im Bereich Künstliche Intelligenz. Die
Verbindung mit österreichischer Deep-Tech-Expertise im Bereich
physikbasierter KI-Simulationen zeige, welches Potenzial Europa im
globalen Technologiewettbewerb habe. „Digitale Souveränität entsteht
durch Unternehmen, die Technologie entwickeln, skalieren und
international bestehen. Europa braucht eigene KI-Kompetenz, eigene
industrielle Anwendungen und eigene Champions. Dass ein
österreichisches Startup hier eine zentrale Rolle spielt, ist ein
starkes Signal weit über Österreich hinaus“ , so Zehetner.
Emmi AI steht aus Sicht Zehetners auch beispielhaft für die
Bedeutung eines funktionierenden Startup-Ökosystems. Öffentliche
Förderinstrumente, insbesondere über FFG und aws, schaffen wichtige
Voraussetzungen dafür, dass aus Forschung marktfähige Unternehmen
werden können. Entscheidend sei, dass diese Unterstützung privates
Kapital mobilisiere, Wachstum ermögliche und internationale
Skalierung beschleunige. „Förderung ist dann erfolgreich, wenn sie
nicht dauerhaft abhängig macht, sondern Wachstum auslöst. Emmi AI
zeigt genau das: Aus exzellenter Forschung wird ein Startup, aus
einem Startup wird ein international sichtbares
Technologieunternehmen, und am Ende profitiert der Standort. Das ist
genau die Art von Innovationspolitik, die Österreich braucht“ , sagt
Zehetner.
Der Deal unterstreiche zudem die Bedeutung von Spin-offs für den
Wirtschaftsstandort. Gerade im Deep-Tech-Bereich entstehen viele
zukunftsweisende Unternehmen aus Universitäten,
Forschungseinrichtungen und starken regionalen
Innovationsökosystemen. „Wir müssen noch mehr Forschung in Gründungen
übersetzen. Österreich hat hervorragende Universitäten, starke
Forscherinnen und Forscher und immer mehr Gründerinnen und Gründer
mit internationalem Anspruch. Unser Ziel muss sein, dass aus guten
Ideen öfter starke Unternehmen werden. Emmi AI ist dafür ein
Vorzeigebeispiel“ , so Zehetner.
Abschließend betont die Staatssekretärin die Bedeutung des Deals
für den Standort Linz, für Oberösterreich und für qualifizierte
Arbeitsplätze in Österreich. „Linz wird mit diesem Schritt als
europäischer Standort für industrielle KI weiter aufgewertet. Das ist
gut für Oberösterreich, gut für Österreich und gut für Europas
technologische Eigenständigkeit. Besonders erfreulich ist, dass das
Know-how am Standort bleibt und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von
Emmi AI in die Forschungsteams von Mistral AI wechseln sollen, zudem
soll in Linz ein eigenes Mistral-Büro eröffnet werden. Damit
entstehen Perspektiven für hochqualifizierte Arbeitsplätze und
weiteres Wachstum in Österreich“ , so Zehetner.