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Zehetner/Pauschenwein: BMWET und WKO stärken nächste Generation von Unternehmerinnen und Unternehmern

Wien (OTS) – Österreichs nächste Unternehmergeneration steht in den
Startlöchern.
Heute, Freitag, wurden im Bundesministerium für Wirtschaft, Energie
und Tourismus (BMWET) die ersten 22 Absolventinnen und Absolventen
des Nachfolgeprogramms „NextGen4Austria“ feierlich ausgezeichnet. Das
gemeinsame Weiterbildungsprogramm von BMWET und Wirtschaftskammer
Österreich (WKÖ) bereitet angehende Unternehmerinnen und Unternehmer
darauf vor, bestehende Betriebe zu übernehmen, weiterzuentwickeln und
neue Wachstumschancen zu erschließen.

Das Interesse am ersten Lehrgang war groß. Aus 43 Bewerbungen
wählte eine Jury 22 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus. Sie kommen
aus unterschiedlichsten Branchen, darunter Metallgewerbe, Transport
und Logistik, IT, Handel und Gastronomie. Das Durchschnittsalter
liegt bei 33 Jahren. Der Großteil steht unmittelbar vor der Übernahme
eines Familienbetriebs.

Wirtschaftsstaatssekretärin Elisabeth Zehetner betont: „Wer
Unternehmerin oder Unternehmer werden will, muss nicht bei null
anfangen. Eine Betriebsnachfolge ist eine echte Alternative zur
Neugründung. Wer übernimmt, kann auf einem bewährten Geschäftsmodell,
einem erfahrenen Team und einem bestehenden Kundenstock aufbauen und
zugleich eigene Ideen und neue Technologien einbringen. So entwickeln
sich Betriebe weiter, Arbeitsplätze bleiben erhalten und
Wertschöpfung bleibt in unseren Regionen. Österreich braucht beides.
Menschen, die neue Unternehmen gründen, und Menschen, die bestehende
Betriebe mit Mut und Innovationskraft in die Zukunft führen.“

Zwtl.: Bedeutung erfolgreicher Betriebsnachfolgen nimmt weiter zu

Die Bedeutung erfolgreicher Betriebsnachfolgen wird in den
kommenden Jahren weiter zunehmen. Eine gelungene Nachfolge sichert
nicht nur den Fortbestand einzelner Unternehmen, sondern auch
Arbeitsplätze, regionales Know-how und Wertschöpfung. Gleichzeitig
bietet der Generationenwechsel die Chance, neue Ideen, Technologien
und Geschäftsmodelle in bestehende Betriebe zu bringen.

Zwtl.: NextGen4Austria verbindet Praxiswissen mit unternehmerischem
Netzwerk

Genau hier setzt NextGen4Austria an. Das Programm vermittelt
angehenden Betriebsnachfolgerinnen und Betriebsnachfolgern das
notwendige Rüstzeug für die Übernahme und Führung eines Unternehmens.
Die Inhalte reichen von rechtlichen und betriebswirtschaftlichen
Grundlagen über Unternehmensbewertung und Finanzierung bis hin zu
Strategieentwicklung, Innovation und einer eigenen unternehmerischen
Vision.

Der erste Lehrgang fand von Mai bis Oktober im Blended-Learning-
Format statt. Die Kombination aus Präsenzveranstaltungen und Online-
Modulen ermöglicht eine Weiterbildung, die sich auch mit bestehenden
beruflichen und unternehmerischen Verpflichtungen vereinbaren lässt.
Neben der fachlichen Qualifizierung stehen insbesondere der
Erfahrungsaustausch und der Aufbau eines langfristigen
unternehmerischen Netzwerks im Mittelpunkt.

WKÖ-Vizepräsidentin Bettina Dorfer-Pauschenwein: „Wer einen
Betrieb übernimmt, sichert nicht nur das, was Generationen davor
aufgebaut haben, sondern schafft auch Raum für neue Ideen und neue
Chancen. Genau darin liegt die große Stärke der nächsten
Unternehmergeneration. Mit NextGen4Austria geben wir jungen
Unternehmerinnen und Unternehmern das notwendige Wissen, wertvolle
Kontakte und ein starkes Netzwerk mit auf den Weg. Der erfolgreiche
erste Durchgang zeigt, wie viel Engagement und Gestaltungswillen in
unseren Nachfolgerinnen und Nachfolgern steckt. Ich gratuliere allen
Absolventinnen und Absolventen herzlich. Sie übernehmen Verantwortung
und leisten damit einen wichtigen Beitrag für die Zukunft unseres
Wirtschaftsstandorts.“

Zwtl.: Bundesregierung erleichtert Betriebsübernahmen

Neben der gezielten Qualifizierung setzt die Bundesregierung auch
bei den rechtlichen Rahmenbedingungen an. Mit der am 14. Oktober im
Nationalrat beschlossenen Novelle der Gewerbeordnung werden
Betriebsübernahmen erleichtert. Die sogenannte Grace Period wird von
drei auf fünf Jahre verlängert. Nachfolgerinnen und Nachfolger
erhalten damit mehr Zeit, bestimmte behördliche Auflagen zu erfüllen.
Sicherheitsrelevante Verpflichtungen bleiben davon unberührt. Zudem
bleiben bestehende Betriebsanlagengenehmigungen künftig sieben statt
bisher fünf Jahre nach Stilllegung eines Standorts aufrecht, mit
Verlängerungsmöglichkeit auf insgesamt zehn Jahre.

Weitere Verbesserungen erarbeitet die im BMWET eingerichtete
Nachfolge-Taskforce. Das zehnköpfige Expertengremium unter dem
Vorsitz von Reinhard Prügl entwickelt Empfehlungen, um bürokratische
Hürden abzubauen, die Rahmenbedingungen für Übernahmen zu verbessern
und eine frühzeitige Nachfolgeplanung zu unterstützen.

Zehetner erklärt: „Eine Betriebsübernahme ist anspruchsvoll
genug. Da geht es um Finanzierung, Investitionen, Mitarbeiter und oft
auch um große persönliche Entscheidungen innerhalb einer Familie. Da
braucht es nicht noch zusätzliche bürokratische Hürden. Deshalb haben
wir mit der neuen Gewerbeordnung die Übernahme von Betrieben
erleichtert und arbeiten mit unserer Nachfolge-Taskforce an weiteren
Verbesserungen. Denn nicht die Bürokratie schafft unseren Wohlstand,
sondern die Menschen, die Verantwortung übernehmen, investieren und
Arbeitsplätze sichern. Diesen Menschen müssen wir das Leben leichter
machen und nicht schwerer.“

Mit NextGen4Austria, der Nachfolge-Taskforce und konkreten
gesetzlichen Erleichterungen sollen mehr erfolgreiche
Betriebsübergaben ermöglicht und damit Arbeitsplätze, regionale
Wertschöpfung und wirtschaftliche Perspektiven langfristig gesichert
werden.

Zwtl.: 22 Absolventinnen und Absolventen des ersten NextGen4Austria-
Jahrgangs

Mit der heutigen Zertifikatsverleihung im BMWET wurde der erste
Lehrgang feierlich abgeschlossen. Die 22 Teilnehmerinnen und
Teilnehmer repräsentieren unterschiedliche Branchen und Formen der
Unternehmensnachfolge, von der Übernahme eines Familienbetriebs bis
zur Weiterführung eines Unternehmens außerhalb der Familie.

Zwtl.: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Jahrgangs 2026:

Sebastian Braunwieser, Paulo Canela, Ivana Cucujkic-Panic, Paula
Fiegl, Fiorenza Finetti, Gabriel Froschauer, Alexander Groll, Michael
Großschädl, Thomas Haberl, Bianca Heim, Christina Höllwarth,
Christoph Hütter, Katharina Irrendorfer, Markus Kronberger, Lukas
Kronheim, Miriam Lehner, Katharina Liebert-Haselberger, Thetwif
Moser, Paul Giovanni Petritsch, Emil Ratz, Ruth Roithinger und Jakob
Staudinger.

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