younion-Kulturgewerkschaft: Verlust des Orchesters der Bühne Baden wäre großer Schaden

Wien (OTS) – Die younion-Kulturgewerkschaft spricht sich entschieden
gegen die
geplante Auflösung des Orchesters der Bühne Baden aus. Diese
Entscheidung, die aus budgetären Gründen getroffen wurde, bedroht
nicht nur die Existenz von 25 talentierten Musiker:innen, sondern
auch die kulturelle Vielfalt und Qualität, die das Orchester seit
Jahren bietet.

Das Orchester der Bühne Baden ist ein wesentlicher Bestandteil der
kulturellen Identität Niederösterreichs und hat über Jahre hinweg
einen bedeutenden Beitrag zur Bereicherung des kulturellen Lebens
geleistet. Die geplante Übernahme durch das Tonkünstler-Orchester ab
der Saison 2027/28 mag aus wirtschaftlicher Sicht attraktiv
erscheinen, doch sie ignoriert die künstlerische Einzigartigkeit und
den kulturellen Wert, den das Orchester der Bühne Baden verkörpert.

„Wird das Orchester aufgelöst, entsteht auch dadurch ein Schaden,
dass hochqualifizierte und eingespielte Musikerinnen und Musiker
einfach nicht mehr adäquat eingesetzt werden. Wir dürfen bei Kunst
und Kultur nicht immer nur an Quartalsberichte denken. Kunst und
Kultur sind keine bloßen Wirtschaftsgüter, sondern essenzielle
Bestandteile unserer Gesellschaft, die es zu schützen und zu fördern
gilt“, sagt Thomas Dürrer, Sektionssekretär in der Hauptgruppe 8 in
der younion _ Die Daseinsgewerkschaft.

Die Kulturgewerkschaft fordert die Verantwortlichen auf, sofort an
den Verhandlungstisch zu kommen und alternative Lösungen zu prüfen,
die sowohl die wirtschaftlichen Herausforderungen berücksichtigen als
auch den Erhalt des Orchesters der Bühne Baden sichern. Es ist von
entscheidender Bedeutung, dass die Interessen der betroffenen
Musiker:innen gewahrt bleiben und ihnen eine faire Perspektive
geboten wird.
Wir appellieren an das Land Niederösterreich und die NÖ
Kulturwirtschaft GmbH, die Bedeutung des Orchesters für die regionale
und nationale Kulturlandschaft anzuerkennen und sich für dessen
Fortbestand einzusetzen. Die kulturelle Vielfalt und Qualität dürfen
nicht dem Druck kurzfristiger Einsparungen geopfert werden!