WWF: Renaturierte Au zeigt Klimaschutz-Potential

Wien (OTS) – Beweidete Auwiesen sind trotz Hochwasser als CO₂-Senke
messbar
wirksam. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der
Universität für Bodenkultur Wien (BOKU), die im WWF-Auenreservat
Marchegg durchgeführt wurde. „ Eine intakte Natur ist nicht nur
unsere beste Verbündete gegen die Klimakrise und ihre Folgen. Sie ist
auch ein hervorragender CO₂-Speicher. Ihr Schutz und ihre
Wiederherstellung müssen daher oberste Priorität haben ”, sagt
Jurrien Westerhof, Leiter der WWF-Arbeit in der March-Region. “Auch
Beweidung kann dabei eine Rolle spielen. Bei einer extensiven,
naturnahen Tierhaltung profitieren aber nicht nur die Biodiversität,
sondern auch das Klima”. Der WWF fordert daher eine gesicherte
Finanzierung von Renaturierungsprojekten und eine Naturschutz-
Offensive in Österreich – mit besonderem Fokus auf natürlichen CO₂-
Speichern wie Auen, Mooren und naturnahen Wäldern.

Studie: Renaturierte Auwiese nimmt trotz Hochwasser CO₂ auf
Im Rahmen des EU-Projekts REWET wurde von der Universität für
Bodenkultur Wien (BOKU) erstmals systematisch gemessen, wie eine
beweidete Auwiese im WWF-Auenreservat an der der March Kohlenstoff
bindet. Der Untersuchungszeitraum umfasste auch das Jahrhundert-
Hochwasser im September 2024. „Trotz mehrerer Hochwasserereignisse
zeigen unsere Messungen, dass die Flächen auch im Sommer 2024 CO₂
aufnehmen konnten – ein Hinweis auf die funktionale Stabilität des
renaturierten Feuchtgebiets“, sagt Magdalena von der Thannen von der
Universität für Bodenkultur Wien. Das Beispiel der Auwiese zeigt, wie
Renaturierung konkret zum Klimaschutz beiträgt – indem CO₂ im Boden
gespeichert und der Landschaft neue Resilienz verliehen wird. Genau
solche naturbasierten Lösungen braucht es flächendeckend, um der
Klimaerhitzung entgegenzuwirken.

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