WorldSkills 2026: Ein Salzburger Duo will in Shanghai Geschichte schreiben

Salzburg/Shanghai (OTS) – Österreich schickt 48 junge Fachkräfte
unter 22 Jahren zu den 48.
WorldSkills nach China – von A wie Anlagenelektriker bis Z wie
Zimmerer. Von 22. bis 27. September werden in Shanghai bei den
Berufsweltmeisterschaften 1.400 Teilnehmer aus aller Welt in 64
Disziplinen um die Titel kämpfen.

Zwei davon kommen aus Salzburg: Floristin Julia Gschwandtner aus
Bergheim, die bei „Das Blumenatelier“ in Obertrum am See beschäftigt
ist, und Land- und Baumaschinentechniker Bernhard Moser aus Eben im
Pongau. Er arbeitet bei der Liebherr Vertriebs- und Service GmbH in
Puch bei Hallein.

Fehlersuche an großen Gerätschaften

Im Wettbewerb wird Moser Fehler in Baumaschinen diagnostizieren,
Komponenten zerlegen und wieder zusammenbauen oder Systeme prüfen und
konfigurieren. Er bereitet sich akribisch vor, sogar mit einem
internationalen Vorbereitungstraining in Australien: „Mein Ziel ist
es, im Wettbewerb möglichst fehlerfrei zu arbeiten und die Aufgaben
technisch sauber umzusetzen. Ich will zeigen, dass ich auch unter
Zeitdruck konzentriert bleibe und meine Leistung abrufen kann.
Entscheidend ist für mich, dass ich am Ende sagen kann: Ich habe das
Maximum herausgeholt“, so Moser.

Fragile florale Kunstwerke

Auf Gschwandtner kommen kreative Aufgabenstellungen zu: Sie muss
florale Werkstücke zu vorgegebenen Themen entwickeln – etwa Sträuße,
Gestecke oder Objektarbeiten – und dabei die Gestaltung, Technik und
den Materialeinsatz unter Zeitdruck stimmig planen: „Ich will bei
WorldSkills zeigen, was in mir steckt, fachlich wie kreativ. Mein
Ziel ist es, unter Wettbewerbsbedingungen saubere, durchdachte
Werkstücke zu gestalten und meine Ideen klar umzusetzen. Gleichzeitig
geht es mir darum, so viel wie möglich mitzunehmen – an Erfahrung, an
Austausch und an Inspiration“, sagt die Flachgauerin.

WKS-Präsident Peter Buchmüller: „Aushängeschilder“

„Die Teilnahme an WorldSkills unterstreicht die hohe Qualität der
dualen Berufsbildung in Österreich. Sie zeigt, dass unsere
Ausbildungssysteme praxisnah ausgerichtet sind und junge Fachkräfte
gezielt auf die Anforderungen eines internationalen
Wettbewerbsumfelds vorbereiten. Für Salzburg ist das ein klarer
Beleg, dass die enge Zusammenarbeit zwischen Betrieben und
Bildungseinrichtungen funktioniert“, sagte Peter Buchmüller,
Präsident der Wirtschaftskammer Salzburg, am Mittwoch bei der
Teamvorstellung.

Für Buchmüller ist die Teilnahme an internationalen
Berufswettbewerben auch eine wichtige Maßnahme im Kampf um die
Fachkräfte von morgen: „Unsere Teilnehmer sind Aushängeschilder für
die Qualität der beruflichen Ausbildung in Salzburg. Sie zeigen, was
möglich ist, wenn Talent, Einsatz und eine fundierte Ausbildung
zusammenkommen – und genau das wirkt weit über den Wettbewerb hinaus
als Motivation für die nächste Generation.“

Für SkillsAustria-Geschäftsführer Jürgen Kraft steht vor allem
die Vorbereitung im Fokus: „WorldSkills gewinnt man nicht nur im
Wettkampf, sondern auch in den Monaten davor. Internationale
Trainings, der Vergleich mit den Besten und die konsequente Arbeit an
jedem Detail sind entscheidend. Gleichzeitig gilt es, an den vier
Wettkampftagen voll abzuliefern – genau darauf bereiten wir unser
Team systematisch vor.“

Unterschiedliche Ausgangspositionen

Bei den Floristen zählt Österreich zur absoluten Weltspitze –
2024, 2022 und 2019 konnte Rot-Weiß-Rot jeweils die Weltmeistertitel
in die Alpenrepublik holen. Gschwandtner könnte mit einem vierten
Titel eine bei WorldSkills bislang unerreichte Siegesserie
fortsetzen. Auch Moser könnte Berufsgeschichte schreiben: Die letzte
Medaille in Land- und Baumaschinentechnik liegt bereits etwas zurück,
2015 holte ein Niederösterreicher in São Paulo Gold.

Erfolgreiche Salzburger

Salzburger Fachkräfte konnten in jüngerer Zeit mehrfach bei
WorldSkills glänzen: Mit Gold für Marius Golser (Steinmetz, 2015 in
São Paulo), Robert Gradl (Hochbau/Maurer, 2017 in Abu Dhabi) und
Stefan Planitzer (Maler, 2019 in Kazan) konnten insgesamt drei
Salzburger WM-Titel in diesem Jahrhundert eingefahren werden. Dazu
kommt Bronze für Andreas Ebner (Fliesenleger, 2009 in Calgary).

Aktuelle Fotos von der Team-Präsentation in Salzburg (©
Wildbild/Herbert Rohrer)

Foto Team Salzburg : v.l. SkillsAustria-Geschäftsführer Jürgen
Kraft, Floristin Julia Gschwandtner, Land- und Baumaschinentechniker
Bernhard Moser, WKS-Präsident Peter Buchmüller (© Wildbild/Herbert
Rohrer)

Übersicht über die Salzburger Teilnehmenden (Fotos honorarfrei, ©
SkillsAustria)

– Julia Gschwandtner , Bergheim, Floristik, Das Blumenatelier (
Obertrum am See) Steckbrief | Foto (© SkillsAustria)

– Bernhard Moser , Eben im Pongau, Land- und Baumaschinentechnik,
Liebherr Österreich Vertriebs- und Service GmbH (Puch bei Hallein)
Steckbrief | Foto (© SkillsAustria)

– Das Salzburger Duo – Teamfoto Gschwandtner und Moser (©
SkillsAustria)

Weitere Fotos von nationalen und internationalen Skills-Bewerben
finden Sie auf unserem Flickr-Kanal ( hier ) zur kostenlosen
Verwendung (honorarfrei, Credit: SkillsAustria) (PWK154/HSP)

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