Wien (OTS) – „Die ‚Aktion 55+‘ schafft mehr Chancen für ältere
Menschen auf dem
Arbeitsmarkt. Neue berufliche Perspektiven für ältere Arbeitslose
sind dabei ein wichtiger Beitrag für die Gesellschaft und die
Wirtschaft gleichermaßen“, betont ÖVP-Klubobmann und Sozialsprecher
August Wöginger zur heute vorgestellten arbeitsmarktpolitischen
Initiative von Arbeitsministerin Korinna Schumann. Das wesentliche
Ziel sei es, ältere Arbeitslose beim Wiedereintritt in die
Erwerbstätigkeit zu unterstützen und die Langzeitarbeitslosigkeit im
fortgeschrittenen Alter einzudämmen. „Wir sprechen hier von einer
nicht unbedeutenden Anzahl an Menschen. Denn die Altersgruppe über 55
Jahren hat bis Ende des Jahres 2025 insgesamt rund 710.000
unselbständig Beschäftigte ausgemacht – und diese Gruppe wird in den
kommenden Jahren weiter ansteigen“, verweist der Sozialsprecher der
Volkspartei auf die sich stellenden demoskopischen Herausforderungen.
Konkret sollen ab heuer im Zuge der „Aktion 55+“ jährlich Mittel in
Höhe von 50 Millionen Euro bereitgestellt werden, mit denen zwischen
3.000 und 6.000 Arbeitsplätze für ältere Arbeitslose mit einer
kollektivvertraglichen Entlohnung geschaffen werden sollen. Wöginger:
„Im Rahmen der ‚Aktion 55+‘ werden dazu verschiedene Instrumente der
Arbeitsmarktpolitik eingesetzt, damit im Sinne der Betroffenen die
bestmögliche Unterstützung und individuelle Lösungen gefunden werden
können.“ Von den geförderten Arbeitsplätzen sollen etwa 60 Prozent in
sozialökonomischen Betrieben und gemeinnützigen Projekten entstehen,
die restlichen 40 Prozent über Eingliederungsbeihilfen wie
finanzielle Zuschüsse zu Lohn- und Lohnnebenkosten. „Damit Effizienz
und Treffsicherheit gewährleistet werden können, wird es außerdem
eine begleitende Beratung und Betreuung geben, ebenso wie ein
individualisiertes Matchingverfahren“, unterstreicht Wöginger weiter.
Abschließend sagt der ÖVP-Klubobmann: „Mit der ‚Aktion 55+‘ wird ein
wichtiger Schritt gesetzt, um älteren Arbeitslosen neue
Beschäftigungschancen zu eröffnen und somit ihre volle
gesellschaftliche Teilhabe sicherzustellen. Gleichzeitig bringen sie
ihre langjährige Erfahrung und ihre berufliche Expertise ein. Das
gilt es im Sinne der Menschen, der Gesellschaft als Ganzes und der
Wirtschaft zu unterstützen. Ab 2027 wird überdies das Maßnahmen-Paket
zur Attraktivierung von Arbeiten im Alter greifen, mit 100 Millionen
Euro für aktive Arbeitsmarktpolitik in diesem Bereich sowie einem
jährlichen Steuer-Freibetrag von 15.000 Euro für Zuverdienste im
Ruhestand.“ (Schluss)