Wien (OTS) – Österreichs Wirtschaft zählt in zahlreichen Bereichen
des
nachhaltigen Bauens zur Weltspitze und setzt mit innovativen
Holzbauprojekten, dem Einsatz erneuerbarer Materialien sowie
modernster Umwelttechnik und Energieeffizienz internationale
Standards. Das große Interesse an „Made in Austria“ zeigte sich
deutlich bei der WKÖ-Konferenz „BUILD‘n GREEN“, die am 28. und 29.
April erstmals in dieser Form stattfand.
Im Rahmen der Konferenz vernetzte die WKÖ-
Internationalisierungsagentur AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA mehr als 900
Teilnehmer:innen aus mehr als 70 Ländern – darunter auch rund 300
Vertreter:innen heimischer Betriebe aus den Bereichen Bau,
Architektur, Planung sowie Umwelttechnik, erneuerbare Energien und
Energieeffizienz. Zudem reisten Delegationen aus 28 verschiedenen
Regionen nach Wien. Mehr als 200 Vertriebspartner, Anlagenbauer,
Planer oder Dienstleister aus der CEE-Region sowie jeweils knapp 100
Gäste aus Lateinamerika und Asien bestätigten den internationalen
Charakter der Konferenz.
Laut Patentamt zählt Österreich europaweit zu den führenden
Ländern bei Patenten im Bereich nachhaltiger Gebäudetechnologien.
Zugleich erzielt die österreichische Umwelttechnik- bzw. Green-Tech-
Branche Exportquoten von rund 80 Prozent.
Österreich als Vorreiter nachhaltiger Technologien stärken
„Nachhaltiges Bauen, Energieeffizienz und grüne Technologien sind
ein Wachstumsmotor für die österreichische Wirtschaft. Die
AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA ist ein starker Partner für heimische
Betriebe mit internationaler Geschäftstätigkeit sowie für
internationale Unternehmen, die nach innovativen grünen Technologien
‚Made in Austria‘ suchen“, betonte WKÖ-Vizepräsidentin Bettina Dorfer
-Pauschenwein. Ziel der WKÖ ist es, mit Konferenzen wie der „BUILD‘n
GREEN“ Österreichs Position als internationaler Vorreiter im Bereich
nachhaltiger Technologien weiter zu stärken und auszubauen.
Gleichzeitig sind die Wachstumsperspektiven der Branchen
attraktiv: Die globale Green-Tech-Industrie wächst selbst in
wirtschaftlich herausfordernden Zeiten dynamischer als
prognostiziert.
Die Konferenz setzte vier inhaltliche Schwerpunkte entlang des
gesamten Lebenszyklus:
– Rohstoffe und Materialien: Im Fokus standen innovative
Entwicklungen rund um nachhaltige Baustoffe – von Holz als zentralem
Rohstoff der Zukunft bis hin zu neuen, zirkulären Materialien. Zudem
wurden aktuelle Trends in den Bereichen erneuerbare Energien,
Energieversorgung und Energiesicherheit thematisiert.
– Planung, Konstruktion und Finanzierung: Diskutiert wurden
ganzheitliche Ansätze für nachhaltige Stadtentwicklung, innovative
Modelle zur Finanzierung internationaler Bauprojekte sowie Konzepte
zirkulärer Architektur. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der
Wiederverwendung von Materialien im Sinne geschlossener Kreisläufe.
– Nutzung und Betrieb: Dieser Themenblock widmete sich modernen
Lösungen im Bereich Smart Buildings, von energieeffizienter
Gebäudetechnik und nachhaltiger Sanierung bis hin zum Einsatz
digitaler Technologien und KI zur Optimierung des Energieverbrauchs.
– Rückbau, Recycling und Wiederverwendung: Im Mittelpunkt standen
Strategien für ressourcenschonenden Rückbau sowie innovative
Recyclinglösungen auf kommunaler und industrieller Ebene. Diskutiert
wurden unter anderem Ansätze zur Energiegewinnung aus Abfall sowie
fortschrittliche Technologien in der Wasseraufbereitung.
Zusätzlich präsentierten Vertreter:innen der WKÖ-
AußenwirtschaftsCenter in Peking, Johannesburg, Mailand und Buenos
Aires internationale Herausforderungen und Chancen für die
österreichische Wirtschaft in den Bereichen nachhaltiges Bauen und
Green Tech. Ein weiterer Schwerpunkt war dem Wiederaufbau in der
Ukraine gewidmet.
Österreichische Erfolgsbeispiele im Fokus
Österreichische Erfolgsbeispiele wurden zudem im Rahmen von
Betriebsbesuchen präsentiert: Im Fokus standen Umsetzungen in den
Bereichen Biomasse- und zirkuläre Bioenergiesysteme, integrierte
erneuerbare Energiesysteme, Abwasserbehandlung und Energiegewinnung
aus Abfall, innovative Bauweisen und nachhaltige Stadtentwicklung,
zirkuläre Materialien sowie Renovierung und Modernisierung
öffentlicher Gebäude, Brachflächen und adaptive Nachnutzung.
Die Veranstaltung fand im Rahmen der
Internationalisierungsoffensive go-international statt – einer
gemeinsamen Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft, Energie
und Tourismus sowie der Wirtschaftskammer Österreich – und wurde in
Kooperation mit dem Enterprise Europe Network (EEN) Austria
umgesetzt.
Weitere Informationen zur Konferenz BUILD‘n GREEN finden Sie
unter www.buildngreen.at , aktuelle Fotos finden Sie zum
honorarfreien Download (Fotocredit: AUSSENWIRTSCHAFT / Marko Kovic) (
PWK203/ST)