WKÖ-Trefelik: „EU setzt mit 200-Millionen-Strafe für Temu wichtigen Schritt für mehr Fairness im Handel“

Wien (OTS) – „Es ist erfreulich, dass die EU-Kommission nun
entschlossen handelt
und damit einen wichtigen Schritt für mehr Fairness und gleiche
Wettbewerbsbedingungen im europäischen Handel setzt“, begrüßt Rainer
Trefelik, Obmann der Bundessparte Handel in der Wirtschaftskammer
Österreich (WKÖ), den heutigen Beschluss der Europäischen Kommission,
eine Geldstrafe in Höhe von 200 Millionen Euro über die Plattform
Temu zu verhängen. „Damit zeigt sich, dass man die zahlreichen
Warnungen und Appelle von uns sowie auch anderer europäischer
Handelsvertretungen gehört hat und die EU nun ins Tun kommt“, so
Trefelik.

Die Strafe der EU-Kommission wird aufgrund von Verstößen gegen
die Vorgaben zur Risikobewertung verhängt. Konkret habe Temu
verabsäumt, die systemischen Risiken im Zusammenhang mit der
Verbreitung illegaler Produkte auf seiner Plattform sowie die daraus
resultierenden Schäden für Verbraucher:innen in der Europäischen
Union sorgfältig zu ermitteln, zu analysieren und zu bewerten. Unter
anderem wies ein hoher Anteil der getesteten Babyspielzeuge mittlere
bis hohe Sicherheitsrisiken auf, etwa aufgrund von eingesetzten
Chemikalien, welche die festgelegten Grenzwerte überschritten, oder
wegen abnehmbarer Teile mit Erstickungsgefahr.

„Diese Entscheidung ist ein deutliches Signal, dass Verstöße
gegen europäische Regeln und Wettbewerbsstandards nicht länger
toleriert werden. Denn auch wer von außen nach Europa hereinliefert,
muss sich an europäische Regeln halten – genauso wie es alle
heimischen Händlerinnen und Händler auch tun“, so Trefelik
abschließend. (PWK244/DFS)