WKÖ-Prettner fordert faire Rahmenbedingungen für Österreichs Automobil-Branche

Wien (OTS) – Roland Prettner, Obmann des Fachverbandes der
Fahrzeugindustrie in
der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), nutzte den heutigen Automobil
-Round Table, um zentrale Anliegen der österreichischen
Automobilindustrie nachhaltig zu deponieren: Bei der
Technologiekonferenz „Technology Talks Austria 2025“ tauschte er sich
dazu mit der unter anderem für das Thema „technische Souveränität“
zuständigen Exekutiv-Vizepräsidentin der Europäischen Kommission,
Henna Virkkunen aus.

Zu den angesprochenen Punkten gehörten unter anderem die
Forderung nach einer Reform der Regionalförderung im EU-
Beihilfenrecht: „Nur durch eine Umstellung der Regional- auf eine
Sektorförderung können in Österreich verfügbare
Produktionskapazitäten genutzt werden, anstatt dass durch
Überförderung in Nachbarländern neue geschaffen werden“, sagte der
Branchensprecher der rot-weiß-roten Fahrzeugindustrie. „Das ist eine
Voraussetzung, um sicherzustellen, dass qualitativ hochwertige
Antriebe und Fahrzeuge auch künftig hierzulande produziert werden
können“, forderte er die unumgängliche und dringend notwendige
Beseitigung der bisher bestehenden Benachteiligung Österreichs.

Souveränität bei Entwicklung und Produktion von
Fahrzeugtechnologien zurückgewinnen

Ein weiteres Ziel der europäischen – und damit auch der
österreichischen – Automobilproduzenten müsse sein, die
technologische Souveränität in Entwicklung und der Produktion von
Fahrzeugtechnologien zurückzugewinnen. Dabei, Schlüsseltechnologien
schneller in industrielle Umsetzung zu bringen, könne beispielsweise
auch künstliche Intelligenz einen wesentlichen Beitrag leisten, so
Fachverbandsobmann Roland Prettner. Das gelte auch für die Sicherung
von Lieferketten sowie für die nächsten Schritte im Zusammenhang mit
autonomen Fahrzeugen. Und weiter: „Um unsere Industrie
voranzubringen, ist es notwendig, die besten und kompetentesten
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für unsere Branche zu gewinnen“,
betonte Prettner ebenfalls.

Zölle werden von Österreichs Fahrzeugindustrie prinzipiell als
kein geeignetes handelspolitisches Instrument angesehen. Wenn andere
Länder ihre Produkte aber billiger anbieten oder mit Subventionen
unterstützen, müsse man darauf jedoch zum Vorteil heimischer
Produktionsstätten reagieren. Wertschöpfung neuer Marktteilnehmer
gelte es unter Nutzung bereits vorhandener Ressourcen nach Österreich
zu holen. „Damit wir Chancen nutzen können, brauchen wir jedoch klare
und faire Regeln, sowohl auf nationaler als auch auf europäischer
Ebene“, hielt Prettner im Austausch mit Henna Virkkunen fest. (
PWK364/JHR)