Wien (OTS) – Im Bildungsjahr von Anfang Oktober 2024 bis Ende
September 2025
wurden in Österreich 5.655 Meister- und Befähigungsprüfungszeugnisse
ausgestellt – eine Steigerung von rund 4,5 Prozent gegenüber der
Berichtsperiode im Jahr davor.
„Qualifikation macht sich bezahlt: Das gilt auch und ganz
besonders in wirtschaftlich schwierigen Zeiten“, kommentiert Manfred
Denk , Obmann der Bundessparte Gewerbe und Handwerk in der
Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ): „Diese erfreulichen Zahlen
zeigen, wie attraktiv das Gewerbe und Handwerk ist. Sie sind ein
starkes Signal gegen den Fachkräftemangel und belegen eindrucksvoll,
dass die Meister- und Befähigungsprüfung mehr denn je als solide und
zukunftssichere Basis für beruflichen Erfolg gesehen wird – sowohl in
der Selbstständigkeit als auch im unselbstständigen Bereich. Denn nur
Qualifikation schafft Qualität.“
Die Gesamtzahl von 5.655 neu geprüften Meister:innen und
Befähigten ist ein Rekordwert in einem „Normaljahr“ seit Beginn der
Datenerfassung 2016 und praktisch gleichauf mit dem Jahr 2021: Damals
wurden 5.671 Zeugnisse ausgestellt, allerdings mit einem starken
Nachholeffekt durch den Corona-Lockdown im Jahr davor.
Aufwertung der Meister:innen und Befähigten
„Das Gewerbe und Handwerk und die gesamte WKO arbeiten seit
Jahren konsequent daran, den Stellenwert der beruflichen Aus- und
Weiterbildung in Österreich zu steigern. Die starken Zuwächse sind
eine wunderbare Bestätigung für diesen erfolgreichen Kurs. So wirkt
sich beispielsweise der gebührenfreie Antritt für Meister- und
Befähigungsprüfungen jetzt schon das zweite Jahr in Folge äußerst
positiv aus“, betont Denk.
Weitere interessenpolitische Erfolge der WKO in diesem Bereich
waren in den vergangenen Jahren u.a. die Anerkennung der Meister- und
vieler Befähigungsprüfungen auf Stufe 6 im Nationalen
Qualifikationsrahmen (NQR), die Eintragungsfähigkeit von MSt. und
MSt.in in amtlichen Dokumenten oder die Gesetzesgrundlage für die
Höhere Berufliche Bildung. Und auch der große Zuspruch für den 2023
gegründeten Meister Alumni Club zeigt ein erstarktes
Selbstbewusstsein der Meisterinnen, Meister und Befähigten.
„Österreich kann stolz sein auf diesen höchsten Abschluss in der
berufspraktischen Ausbildung und seine Spitzenfachkräfte“, so Denk
abschließend. (PWK562/HSP)