Wien (OTS) – „Österreich behauptet sich im European Innovation
Scoreboard 2026
erneut auf Rang 8 und zählt damit weiterhin zur Gruppe der ‚Strong
Innovators‘ in Europa. Das ist ein Beleg für die Innovationskraft
unserer Unternehmen und Forschungseinrichtungen. Gleichzeitig zeigt
das aktuelle Ergebnis aber auch, dass wir uns auf diesem Erfolg nicht
ausruhen dürfen“, erklärt Jochen Danninger, Generalsekretär der
Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), anlässlich der Veröffentlichung
des European Innovation Scoreboard 2026. Österreich erreicht aktuell
rund 113 Prozent des EU-Durchschnitts. Der Vergleich mit 2023 –
damals lagen wir bei knapp 120 Prozent – zeigt jedoch, dass
zusätzliche Dynamik notwendig ist, um den Anschluss an die
europäische Spitzengruppe nicht zu verlieren.
Besonders positiv bewertet Jochen Danninger die Attraktivität des
österreichischen Forschungssystems. Österreich zählt europaweit zu
den Spitzenreitern bei den Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen
der Unternehmen, bei öffentlich-privaten Ko-Publikationen sowie bei
Designanmeldungen. „Die Ergebnisse zeigen: Österreich verfügt über
ein leistungsfähiges Forschungs- und Innovationssystem. Unsere
Unternehmen investieren überdurchschnittlich in Forschung und
Entwicklung – das ist die Grundlage für Wachstum,
Wettbewerbsfähigkeit und hochwertige Arbeitsplätze“, so Danninger.
Handlungsbedarf zeigt das Scoreboard vor allem bei drei
standortrelevanten Faktoren. Die direkte und indirekte staatliche
Unterstützung für betriebliche Forschung und Entwicklung ist
gegenüber dem Vorjahr um 28,3 Prozentpunkte gesunken, die Beteiligung
der Bevölkerung am lebenslangen Lernen um 14,4 Prozentpunkte.
Gleichzeitig liegen die Venture-Capital-Investitionen trotz
Verbesserungen weiterhin bei nur knapp 60 Prozent des EU-
Durchschnitts. „Gerade deshalb braucht es verlässliche
Rahmenbedingungen für F&E-Investitionen, einen stärkeren Fokus auf
Qualifizierung und bessere Finanzierungsbedingungen für innovative
Unternehmen. Innovation entsteht nicht nur im Labor, sondern auch
durch Menschen, die neue Technologien entwickeln, anwenden und in die
Betriebe bringen“, betont Danninger.
„Der achte Platz ist eine gute Ausgangsbasis. Jetzt gilt es,
bestehende Stärken konsequent auszubauen, Schwächen gezielt anzugehen
und den Abstand zu den europäischen Innovation Leaders Schritt für
Schritt zu verkleinern. So kann Österreich langfristig selbst zur
Spitzengruppe Europas aufschließen. Österreich hat hervorragende
Voraussetzungen in Zukunftsfeldern wie Künstlicher Intelligenz,
Digitalisierung, Mikroelektronik, Life Sciences und der grünen
Transformation. Jetzt müssen wir dieses Potenzial noch konsequenter
in Innovation, Wertschöpfung, Exporte und qualifizierte Arbeitsplätze
übersetzen“, so Danninger abschließend. (PWK340/NIS)