WKÖ-Danninger: Ja zum EU-Mercosur-Abkommen bringt wichtigen Fortschritt für Wachstum und Jobs in Österreich

Wien (OTS) – „Die geopolitischen Spannungen und internationalen
Handelskonflikte
mit höheren Zöllen zeigen, wie wichtig zuverlässige Abkommen mit
wirtschaftlich und politisch stabilen Partnerregionen gerade jetzt
sind. Das Abkommen zwischen der EU und den Mercosur-Staaten ist
richtig, wichtig und notwendig – für Wachstum, Wohlstand und
Arbeitsplätze in Europa und gerade auch für das Exportland
Österreich“, betont WKÖ-Generalsekretär Jochen Danninger anlässlich
der heutigen Abstimmung der EU-Botschafter im Ausschuss der Ständigen
Vertreter.

„Freihandelsabkommen müssen fair und ausgewogen sein. Die
Landwirtschaft hat berechtigte Anmerkungen eingebracht, von denen
sehr viele umgesetzt wurden. Bedauerlich bleibt, dass sich Österreich
bis zum Schluss nicht zu einer Zustimmung durchringen konnte, auch
wenn wir maßgeblich davon profitieren werden. Jetzt ist es wichtig,
dass das Abkommen mit der Einigung auf europäischer Ebene endlich auf
Schiene gebracht und kommende Woche unterzeichnet werden kann“, so
Danninger, der sich weiterhin für eine gesamtheitliche Betrachtung
des Abkommens und eine Versachlichung der Debatte ausspricht.
Insgesamt überwiegen die Vorteile, die das Abkommen für Europa und
Österreich bringt, klar.

Mercosur-Abkommen bringt Wettbewerbsvorteil für österreichische
KMU

Unbestritten ist die Bedeutung des Abkommens für die
österreichische Exportwirtschaft und die damit verbundenen
Arbeitsplätze. Danninger: „Das Potenzial für österreichische
Unternehmen reicht quer über alle Sektoren und eröffnet
österreichischen Unternehmen und ihren Beschäftigten neue
Möglichkeiten.“ Rot-weiß-rote Exportschlager reichen von
Pharmaprodukten über Maschinen und Elektrogeräten bis hin zu Agrar-
und Lebensmittelerzeugnissen sowie Dienstleistungen in Bereichen wie
Umwelt, Telekommunikation oder Beförderungsdienste. Profitieren
würden zudem heimische Zulieferbetriebe, die Teil- und
Zwischenprodukte in EU-Länder exportieren, von wo aus Endprodukte in
den Mercosur-Raum gehen.

Österreichs Exportwirtschaft konnte in den vergangenen Jahren
wichtige Exporterfolge in den Mercosur-Ländern erzielen: In den
letzten zehn Jahren (2014-2024) konnten heimische Unternehmen ihre
Ausfuhren in die vier südamerikanischen Staaten um 47,4 Prozent auf
1,3 Mrd. Euro steigern. Zudem weisen Analysen des International Trade
Center (ITC) für heimische Unternehmen ein zusätzlich nutzbares
Exportpotenzial in diesen Ländern von mehr als einer Milliarde Euro
aus.

Auch mit Blick auf die grüne Wende ist das Abkommen für Europa
entscheidend: Für den Bau von Windrädern und Solarpanels braucht es
einen gesicherten Zugang zu Rohstoffen wie Lithium, Kupfer oder Niob.
Ebenso profitiert der Umwelt- und Klimaschutz, da das Abkommen eine
Verpflichtung zur Einhaltung des Pariser Klimaschutzabkommens und zur
Bekämpfung der Entwaldung enthält. „Ohne Abkommen wären diese
verbindlichen Verpflichtungen nicht abgesichert“, so Danninger.

„Die heimische Exportwirtschaft steht unter massivem Druck. Das
Abkommen verschafft unseren Exportbetrieben – und hier vor allem KMU
– einen klaren Wettbewerbsvorteil gegenüber Konkurrenten aus anderen
Regionen wie China“, betont der WKÖ-Generalsekretär abschließend. (
PWK007/ST)