Wien (OTS) – Als „komplette Themenverfehlung und völlig falsches
Signal“
bezeichnet WKÖ-Generalsekretär Jochen Danninger die aktuelle
Diskussion über die Grundsteuer. „Österreich ist schon jetzt ein
Höchststeuerland. Statt über neue Belastungen und höhere Steuern zu
diskutieren, wäre es wichtiger bei den Ausgaben anzusetzen.
Österreich hat ein Ausgaben- und kein Einnahmenproblem“, so
Danninger.
Die WKÖ spricht sich vehement gegen neue Steuern oder
Verschärfungen im Bereich von Grundstücken und Immobilien aus.
„Gerade für die Wirtschaft wäre eine Erhöhung der Grundsteuer
schädlich und würde gerade für bodenintensive Betriebe, wie den
Tourismus, eine unverhältnismäßige Belastung bedeuten. In Zeiten von
Niedrigwachstum wäre das das völlig falsche Signal“, betont
Danninger, der sich für die Beibehaltung der derzeit geltenden
verfassungskonformen Bemessungsgrundlage ausspricht.
Österreich hat eine der höchsten Steuer- und Abgabenquoten in der
EU, die zuletzt durch die Maßnahmen für die Budgetkonsolidierung
nochmals gestiegen ist. Gleichzeitig sind die heimischen Unternehmen
mit einer enormen Steuerbürokratie konfrontiert. „Unser gemeinsames
Ziel muss es sein, dass die österreichischen Steuerzahler entlastet
und nicht durch neue oder höhere Steuern belastet werden. Die
notwendige Budgetkonsolidierung muss durch ausgabenseitige Maßnahmen
erfolgen, die mit konsequentem Bürokratieabbau einhergehen muss“,
betont Danninger abschließend. (PWK507/ST)