Wien (OTS) – Gute Nachrichten für Exportbetriebe: Rund ein Drittel
der im
Außenhandel mit EU-Mitgliedstaaten tätigen Betriebe ist seit heuer
von statistischen Datenmeldungen an die Statistik Austria befreit.
Der Grund dafür sind höhere Schwellenwerte beim Umsatz, ab dem die
Betriebe die Daten melden müssen. Nunmehr ist erst ab einem Umsatz
von 1,2 Millionen Euro die Datenmeldung erforderlich (bisher 1,1
Millionen). Bei importierenden Unternehmen wurde die Schwelle sogar
auf 5 Millionen Euro hinaufgesetzt. Das befreit rund 4000 Unternehmen
der insgesamt 12.000 im Außenhandel tätigen Unternehmen von der
Datenmeldung und entlastet sie von übermäßigem Zeitaufwand für
bürokratische Verpflichtungen.
Mit der Anhebung der Umsatzschwelle für die Datenmeldung konnte
die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) die Umsetzung einer weiteren
wesentlichen Forderung nach weniger Bürokratielast für die Betriebe
durchsetzen. Erst Ende April wurde mit dem Wegfall der A1-
Bescheinigung für Dienstreisen eine langjährige Forderung umgesetzt.
Österreichweit entstehen den Unternehmen aus bürokratischen
Aufgaben Gesamtkosten in Höhe von 21,1 Milliarden Euro pro Jahr,
ergibt eine Berechnung der KMU Forschung Austria im Auftrag der WKÖ.
Neun von zehn Betrieben geben in einer Umfrage an, dass sie durch
Bürokratie belastet sind.
Die gemeldeten Import- und Exportdaten dienen der Statistik
Austria als Grundlage zur Erstellung von Wirtschaftsstatistiken, die
wiederum wichtige Entscheidungsbasis für Politik und Unternehmen
darstellen. Die Zusammenstellung der Daten bedeutet freilich gerade
für kleine und mittlere Betriebe erheblichen Aufwand. (PWK214/PAT)
Mehr Info gibt es auf https://www.wko.at/buerokratie-kostet