Klagenfurt (OTS) – „Besonders für ein kleines, exportstarkes
Bundesland wie Kärnten sind
offene Märkte und verlässliche Handelsbeziehungen entscheidend“,
betont Mandl. „Freihandelsabkommen sind kein Selbstzweck, sondern
sichern Arbeitsplätze, Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit.“ Besonders
begrüßt die Kärntner Wirtschaft das neue Abkommen zwischen der
Europäischen Union und Australien. Nach jahrelangen Verhandlungen
konnte hier ein Durchbruch erzielt werden, der den Abbau von Zöllen
und Handelshemmnissen vorsieht und neue Marktchancen für europäische
Unternehmen eröffnet. „Das ist ein wichtiger Impuls für die
Wirtschaft und ein starkes Zeichen für internationale Zusammenarbeit
in herausfordernden Zeiten“, so Mandl.
Rahmenbedingungen für Exporteure entscheidend
Auch das vorläufige Inkrafttreten des Mercosur-Abkommens mit 1.
Mai bewertet der WK-Präsident positiv. Die Vereinbarung mit den
südamerikanischen Staaten soll den Handel deutlich erleichtern und
große Teile der Zölle abbauen. „Dieses Abkommen schafft Zugang zu
einem der größten Wachstumsmärkte der Welt und bringt unseren
Betrieben konkrete Vorteile“, erklärt Mandl. Er spricht dabei auch
aus eigener Erfahrung: „Ich bin selbst als Händler von Backmaschinen
international tätig und weiß, wie wichtig verlässliche
Rahmenbedingungen für den Export sind. Jeder Abbau von Bürokratie und
Zollschranken erleichtert den Unternehmen die Arbeit enorm.“
Kärnten goes Venezuela
Vor diesem Hintergrund setzt die Wirtschaftskammer Kärnten
verstärkt auf internationale Vernetzung. „Wir werden schon bald eine
Wirtschaftsmission nach Venezuela entsenden, um frühzeitig neue
Märkte zu erschließen und heimische Betriebe zu unterstützen“,
kündigt Mandl an. Abschließend unterstreicht der WK-Präsident die
strategische Bedeutung einer aktiven Handelspolitik: „Europa muss
seine wirtschaftlichen Beziehungen weiter diversifizieren und
stärken. Die aktuellen Abkommen sind wichtige Schritte in die
richtige Richtung – jetzt gilt es, diesen Weg konsequent
weiterzugehen.“