Wien (OTS) – Bundesministerin Holzleitner hat am 16. Februar 2026 im
Rahmen einer
feierlichen Zeremonie den Österreichischen Preis für
Entwicklungsforschung 2025 verliehen. Der Hauptpreis wurde an Felix
Malte Dorn vergeben. Den Nachwuchspreis erhielt Anna-Maria Brunner.
Mit dem seit 2013 alle zwei Jahre vergebenen Österreichischen
Preis für Entwicklungsforschung zeichnet das Bundesministerium für
Frauen, Wissenschaft und Forschung in Kooperation mit der OeAD GmbH
besondere Leistungen in der Entwicklungsforschung in Österreich aus.
Ergänzend zum Hauptpreis für wegweisende Leistungen auf diesem Gebiet
wird auch eine herausragende wissenschaftliche Arbeit eines oder
einer Nachwuchsforschenden ausgezeichnet, die sich mit globalen und
regionalen Herausforderungen im Zusammenhang mit den SDGs, den
Nachhaltigen Entwicklungszielen der Vereinten Nationen
auseinandersetzt.
„Dieser Preis rückt außergewöhnliche Leistungen in der
Entwicklungsforschung in den öffentlichen Fokus. Die ausgezeichneten
Forscher:innen untersuchen zentrale Probleme, die global verursacht
werden, aber Menschen im Globalen Süden besonders hart treffen, wie
die Folgen des Klimawandels. Entwicklungsforschung bedeutet, globale
Zusammenhänge sichtbar zu machen und wissenschaftlich fundierte
Grundlagen für gerechtere Entscheidungen zu schaffen“, so
Bundesministerin Holzleitner.
OeAD-Geschäftsführer Jakob Calice hebt hervor:
„Entwicklungsforschung als breites transdisziplinäres Forschungsfeld
erarbeitet nachhaltige Lösungen zur Verbesserung der
Lebensbedingungen in strukturschwachen Regionen und stellt einen
evidenzbasierten Beitrag zur Verwirklichung der Nachhaltigen
Entwicklungsziele der Vereinten Nationen (SDGs) dar. Exzellente
Wissenschaftskooperationen – wie sie etwa auch im österreichisch-
afrikanischen Forschungsnetzwerk Africa-UniNet verwirklicht werden –
bereichern die heimische Wissenschaft. Der Preis ist eine Würdigung
dieses wichtigen Engagements.“
Mit dem Hauptpreis wurde Felix Dorn für seine exzellente
wissenschaftliche Leistungen und sein außergewöhnliches, über
akademische Publikationen und Projekte hinausgehendes Engagement
ausgezeichnet. Seine Arbeit zur politischen Ökologie der
Dekarbonisierung leistet einen wichtigen Beitrag zur kritischen
wissenschaftlichen Debatte. Er schafft, die Produktion von neuen
Ungleichheiten darzustellen und gleichzeitig die
Handlungsmöglichkeiten von lokalen, insbesondere indigenen
Akteursgruppen darzustellen. Durch den Einsatz von innovativen
Mitteln der Wissenschaftskommunikation gelingt es ihm,
wissenschaftliche Erkenntnisse über den akademischen Raum hinaus
sichtbar und wirksam zu machen, u.a. mit zwei Dokumentarfilmen, die
er gemeinsam mit lokalen Filmemacher:innen in Lateinamerika
produziert hat.
Den Nachwuchspreis erhielt Anna-Maria Brunner, deren
wissenschaftliche Arbeit die Jury mit einer außergewöhnlichen
wissenschaftlichen Qualität, sowie durch ihre thematische Relevanz
und inhaltliche Ambition überzeugt hat. Besonders hervorgehoben wurde
der kreative Einsatz der gewählten Methoden, die klar begründet und
reflektiert angewendet werden. Die starke eigene Positionierung sowie
die hohe Reflexionsfähigkeit verleihen ihrer Arbeit zusätzliche
Überzeugungskraft.