Graz (OTS) – Am 20. November 2025, unmittelbar nach dem Berliner
Gipfel zur
digitalen Souveränität, vereinte der Technology Impact Summit 2025
führende Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Technologie
und Politik in der Grazer Seifenfabrik, um zentrale Weichenstellungen
für Europas digitale Zukunft zu diskutieren. Im Zentrum stand die
Frage, wie der Kontinent seine Souveränität im globalen Wettbewerb
stärken und Künstliche Intelligenz verantwortungsvoll und
wirkungsvoll einsetzen kann.
Zwtl.: Digitale Souveränität als Pflicht
Die Vertreter der mitveranstaltenden Hochschulen – Universität
Graz, Technische Universität Graz, JOANNEUM RESEARCH und FH JOANNEUM
– machten geschlossen deutlich, dass Wissenschaft der entscheidende
Motor für technologische Innovation ist. Forschung, technologischer
Transfer und die Ausbildung qualifizierter Fachkräfte schaffen jenen
Standortvorteil, der Österreich aktuell gut positioniert. Zugleich
mahnten sie eine realitätsnahe Regulierung ein, die Innovation
ermögliche und nicht behindere.
Dem folgend hob Digitalisierungsstaatssekretär Alexander Pröll
die Bedeutung der österreichischen Deklaration hervor, die von allen
EU-Mitgliedsstaaten ratifiziert wurde. Er betonte die Notwendigkeit
einer kooperativen europäischen Strategie, eines deutlichen
Bürokratieabbaus und einer Stärkung technologischer Eigenständigkeit.
EU-Kommissarin Henna Virkkunen unterstrich die Rolle von
Investitionen und Rechtssicherheit, um Europas Wirtschaft in eine
führende Position zu bringen.
In der Debatte um Europas technologische Souveränität wurden
Herausforderungen klar benannt: Karl-Theodor zu Guttenberg
kritisierte die übermäßige Risikoaversion der EU, während Harald
Leitenmüller (Microsoft) für pragmatische Kooperationen und smarte
Regulierung plädierte. Taiwan-Expertin Josie-Marie Perkuhn forderte
einen stärkeren und zugleich praktikableren Umgang mit europäischen
Daten, begleitet von internationalen Partnerschaften.
Zwtl.: Veränderung aktiv mitgestalten
Ein starkes Signal setzte der Summit mit Blick auf Anwendung und
Wirkung von KI: Liquid-AI-Gründer Ramin Hasani zeigte, wie smarte
Ressourcennutzung ökologische Ziele mit wirtschaftlicher
Wettbewerbsfähigkeit verbindet. Georg Schneider (Universität Graz)
betonte Europas dringenden Aufholbedarf, um Lösungen mit effektiver
Wirkung zu entwickeln – andernfalls drohe die Gefahr, Imitator zu
bleiben und nicht Innovator zu werden. Change-Experten Michael
Timmermann und Andreas Zehetner skizzierten den Übergang zu KI-
integrierten und KI-First-Unternehmen sowie die daraus entstehenden
neuen Führungsmodelle.
Am Nachmittag präsentierten Unternehmen und
Forschungseinrichtungen aus Österreich und Deutschland sieben
konkrete KI-Use-Cases – von smarter Dokumentenautomatisierung über
simulationsbasierte Prognosemodelle bis hin zu KI in der Raumfahrt.
Eindrücklich wurde gezeigt, wie technologische Lösungen bereits heute
Effizienz schaffen, Wissen zugänglich machen und komplexe
Entscheidungen erleichtern.
Die Langversion der Aussendung mit allen Statements lesen Sie auf
leisure.at
Zwtl.: Über den Technology Impact Summit
Der Technology Impact Summit ist eine gemeinsame Initiative von
Universität Graz, Technische Universität Graz, JOANNEUM RESEARCH und
FH JOANNEUM. Die Think-Tank-Veranstaltung bietet eine einzigartige
Plattform, auf der die neuesten Entwicklungen und Trends eingehend
diskutiert und reflektiert werden und baut Brücken zwischen
Wissenschaft, Technologie und Anwendung. Hohe Prägnanz wird durch
Diskussionen in Form von Oxford-Style Debates, Präsentationen von Use
Cases in Form von „Lightning-Talks“ oder der „Impact Gallery“
gewährleistet. Der Technology Impact Summit 2025 wird unterstützt von
ACP, AVL List, Austria Wirtschaftsservice, Bankenverband, Bearing
Point, brutkasten, Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und
Forschung, Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus,
CANCOM, Die Presse, Die 7. Fakultät, Gady Family, Grazer
Wechselseitige, IDea_Lab, Industriellenvereinigung Steiermark, Kleine
Zeitung, Land Steiermark, Leftshift One, LexisNexis, Microsoft,
Nortal, NTS, PostBusiness Solutions, Raiffeisen Landesbank
Steiermark, RTR, Steiermärkische Sparkasse, Steirische Tourismus und
Standortmarketing GmbH, Studo, TCM, Timmermann, Wirtschaftskammer
Steiermark, Zoom und 4Events. Weitere Informationen auf ti-summit.com