willhaben Marktforschung: Wie sich die Jobsuche ändert und welche Bereiche derzeit am aussichtsreichsten sind

Österreich (OTS) – Mehr als 70 Prozent ändern ihr Suchverhalten,
während sie nach einer
neuen Stelle Ausschau halten
Besonders bei Gehalt, Arbeitszeiten, Anfahrtsweg, Arbeitsort und dem
genauen Tätigkeitsbereich werden Suchende wählerischer
Jüngere ändern am wenigsten, ältere Menschen und Alleinstehende mit
Kindern am meisten

Bei der Jobsuche ist oftmals Flexibilität angesagt. Dennoch gibt es
zahlreiche Punkte, die den Menschen bei der Recherche nach einer
neuen Beschäftigung besonders wichtig sind, wie eine repräsentative
marketagent-Studie im Auftrag von willhaben zeigt. Denn: 70,1 Prozent
der Jobsuchenden ändern ihr Suchverhalten während sie suchen, 20
Prozent davon stark und 50,1 Prozent etwas – nur knapp 30 Prozent
ändern es wenig oder gar nicht.

64,3 Prozent, so die Studie, werden in Bezug auf das Gehalt
wählerischer, 59 Prozent bezüglich des Anfahrtsweges zur Arbeit und
57,4 Prozent hinsichtlich des Arbeitsortes. Dahinter folgen der
genaue Tätigkeitsbereich (55,4 Prozent), die Stundenanzahl (52,3
Prozent) und die Unternehmensauswahl (51,2 Prozent). In den Bereichen
Homeoffice / Remote-Möglichkeiten, Benefits und Hierarchie-Ebene
wuchs die Kompromissbereitschaft während der Suche gemäß Studie
hingegen am meisten.

Frauen sind in den Punkten Arbeitsort, Arbeitszeiten, Anfahrtsweg und
Stundenanzahl des gesuchten Jobs zudem deutlich wählerischer als
Männer. Was den Tätigkeitsbereich betrifft, werden 55,4 Prozent der
Österreicherinnen und Österreicher während der Suche spezifischer.
35,1 Prozent bleiben bei ihrer Wahl und verändern den
Tätigkeitsbereich bei der Suche gar nicht.

„Gehalt, Arbeitszeiten sowie Arbeitsort und damit auch der
Anfahrtsweg sind klassische Knackpunkte bei der Jobsuche“, fasst
Markus Zink, Head of Jobs bei willhaben, die Ergebnisse zusammen.
„Die Zahlen zeigen aber auch, dass nicht wenige Suchende ihre
Präferenzen öfter ändern. Während jüngere Menschen ihr Suchverhalten
tendenziell am wenigsten anpassen, machen dies am Weg zum passenden
Job-Angebot ältere Menschen und Alleinstehende mit Kindern laut der
Erhebung am stärksten“, so Markus Zink.

Zwtl.: Wahrnehmung der Job-Anzeigen

Was den Suchenden laut Erhebung bei Jobinseraten aktuell vermehrt
auffällt, sind eine Zunahme an Teilzeitjobs (26 Prozent) und
niedrigere Gehälter (24,1 Prozent). 14,8 Prozent nehmen in ihrem
Suchbereich hingegen sogar eine Zunahme beim potentiellen Gehalt
wahr. Weitere Beobachtungen: Eine Zunahme bei den Möglichkeiten
Remote oder im Homeoffice zu arbeiten (22,4 Prozent) und mehr
Hinweise auf Benefits (20,6 Prozent). Verstärkte Präsenz des Themas
Unternehmenskultur, längere Bewerbungsprozesse, mehr befristete
Stellen und die seltener werdende Verpflichtung, ein
Bewerbungsschreiben bzw. einen Lebenslauf vorzulegen, wurden
ebenfalls registriert.

Zwtl.: Aktuelles Angebot: Vertrieb und Handel vor Handwerk und
Gewerbe

Die besten Jobaussichten finden sich aktuell im Bereich
Vertrieb/Handel, wo mit rund 4.400 Anzeigen derzeit die meisten
Stellenanzeigen auf willhaben online sind. Dahinter folgen
Handwerk/Gewerbliche Berufe (ca. 3.000), Einkauf/Logistik/Transport (
ca. 1.900), Technische Berufe/Engineering/Architektur (ca. 1.800),
Pflege/Soziales/Gesundheit (ca. 1.700),
Gastgewerbe/Tourismus/Freizeit (ca. 1.500) sowie Produktion/Fertigung
(ca. 1.300).

Zwtl.: Über die Studie

Das Markt- und Meinungsforschungsinstitut marketagent hat im
Auftrag von willhaben Ende 2025 insgesamt 1.081 Interviews zum Thema
„Jobsuche“ durchgeführt. Befragt wurden Personen im Alter zwischen 15
und 59 Jahren, die in den letzten 12 Monaten auf Jobsuche waren bzw.
aktuell sind. Das Sample steht repräsentativ für die österreichische
Bevölkerung.